Kidepo Valley National Park: Ugandas wildester Nationalpark

Kidepo Valley National Park: Ugandas wildester Nationalpark

Der Kidepo Valley National Park liegt im äußersten Nordosten Ugandas nahe der Grenze zum Südsudan, wurde 1962 gegründet und umfasst rund 1.500 Quadratkilometer. Er gilt als der wildeste Nationalpark des Landes und zählt mit 6.768 Besuchern im Jahr 2025 zu den am wenigsten besuchten Schutzgebieten Ugandas.

5 Min. Lesezeit823 Woerter

Kurzantwort

Der Kidepo Valley National Park wurde 1962 gegründet, umfasst etwa 1.500 Quadratkilometer und liegt in der Region Karamoja im Nordosten Ugandas nahe der Grenze zum Südsudan.

Fakten auf einen Blick

Gründungsjahr des Kidepo Valley National Park. Er gehört damit zu den ältesten Nationalparks Ugandas.
1962
Ungefähre Fläche des Parks in der Region Karamoja im Nordosten Ugandas.
1.500 km²
Besucher zählte der Park im Jahr 2025 – ein Rückgang um 11,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
6.768
Höhe des Mt. Morungole, der höchsten Erhebung auf ugandischer Seite des Parks.
2.749 m
2013 kürte CNN den Kidepo Valley National Park zum drittbesten Nationalpark Afrikas.
Platz 3

Kidepo Valley National Park im Überblick: Geschichte, Größe und Lage

Kidepo ist einer der ältesten Nationalparks Ugandas. Die Gründung erfolgte 1962 – im selben Jahr, in dem Uganda unabhängig wurde. Mit rund 1.500 Quadratkilometern Fläche gehört der Park zu den großen Schutzgebieten des Landes.

Er liegt im äußersten Nordosten Ugandas in der Region Karamoja, unmittelbar nahe der Grenze zum Südsudan. Diese Randlage prägt den Park bis heute: Er ist von den klassischen Reiserouten weit entfernt und deshalb deutlich ruhiger als Murchison Falls oder der Queen Elizabeth Nationalpark. Für die Sicherheit im Park sorgen die ugandische Regierung und die Uganda Wildlife Authority (UWA), die den Park als Schutzgebiet verwaltet und bewacht.

Warum Kidepo als abgelegen gilt

• Geografie: Nordöstlichster Nationalpark Ugandas, weit entfernt von Kampala und Entebbe.

• Region: Hauptpark der Karamoja-Region, die selbst zu den am wenigsten bereisten Landesteilen zählt.

• Grenznähe: Direkte Nachbarschaft zum Südsudan.

Tierwelt in Kidepo: Löwen, Elefanten und Ostafrikanische Strauße

Im Kidepo Valley National Park leben unter anderem Löwen, Elefanten, Büffel, Topi, Eland, Riesenelandantilopen und seltene Ostafrikanische Strauße – eine Artenmischung, die es so in keinem anderen Nationalpark Ugandas gibt.

Kidepo wird oft als der wildeste Nationalpark Ugandas bezeichnet. Der Grund ist die Kombination aus weiten, offenen Savannenlandschaften und einer Tierwelt, die typische Arten der ostafrikanischen Trockensavanne umfasst.

Arten, die den Park prägen

• Löwen – der Park zählt zu den Gebieten Ugandas, in denen Großkatzen beobachtet werden können.

Elefanten und Büffel – große Herdentiere der Savanne.

• Topi und Eland – charakteristische Antilopenarten offener Graslandschaften.

• Riesenelandantilopen – die größte Antilopenart überhaupt.

• Ostafrikanische Strauße – in Uganda selten und außerhalb von Kidepo kaum zu sehen.

Diese Zusammensetzung unterscheidet Kidepo klar von den feuchteren Parks im Westen des Landes. Wer Riesenelandantilopen oder Strauße in Uganda sehen möchte, kommt an Kidepo praktisch nicht vorbei.

2025 wurde der Park zudem Ziel eines Auswilderungsprojekts für Nashörner. Die Hintergründe dazu sind in einem eigenen Beitrag beschrieben.

Besucherzahlen und Auszeichnungen: Wie stark ist Kidepo besucht?

2025 besuchten 6.768 Menschen den Kidepo Valley National Park, 11,1 Prozent weniger als im Vorjahr. Damit bleibt der Park bei nur wenigen tausend Gästen pro Jahr – trotz seiner Auszeichnung durch CNN als drittbester Nationalpark Afrikas 2013.

Kidepo ist ein Park der kleinen Zahlen. Im Jahr 2025 wurden 6.768 Besucher gezählt. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Rückgang um 11,1 Prozent. Auch über längere Zeiträume betrachtet empfängt der Park nur wenige tausend Besucher jährlich.

KennzahlWert

Besucher 20256.768

Veränderung zum Vorjahr−11,1 %

Größenordnung allgemeinwenige tausend Besucher pro Jahr

Für Reisende hat das zwei Seiten. Einerseits bedeutet es sehr geringen Andrang: Wildbeobachtung findet hier ohne Fahrzeugkolonnen statt. Andererseits ist die touristische Infrastruktur entsprechend überschaubar, und die Anreise verlangt mehr Planung als bei den bekannten Parks im Westen und Nordwesten.

Internationale Anerkennung

2013 kürte der Nachrichtensender CNN den Kidepo Valley National Park zum drittbesten Nationalpark Afrikas. Diese Auszeichnung wird bis heute häufig zitiert, wenn es um den Ruf des Parks geht – ein Widerspruch zu den niedrigen Besucherzahlen, der vor allem mit der abgelegenen Lage zu erklären ist.

Anreise nach Kidepo: Route über Gulu und die Landschaft der Region

Die meisten Reisenden nutzen Gulu im Norden Ugandas als Zwischenstation auf dem Weg nach Kidepo. Der Park liegt in der Karamoja-Region, überragt vom 2.749 Meter hohen Mt. Morungole.

Die Anreise ist der aufwendigste Teil einer Kidepo-Reise. Gulu, die größte Stadt im Norden Ugandas, dient den meisten Reisenden als Zwischenstation – sowohl auf dem Weg in den Murchison Falls National Park als auch auf dem Weg nach Kidepo. Eine Übernachtung oder zumindest ein längerer Stopp in Gulu ist bei vielen Routen üblich.

Weil der Park im äußersten Nordosten nahe der Grenze zum Südsudan liegt, sollten Reisende ausreichend Zeit einplanen und die Fahrt nicht als Tagesetappe von Kampala aus ansetzen. Die Uganda Wildlife Authority ist die zuständige Stelle für Fragen zum Parkbetrieb.

Landschaft: Savanne und Berge

Kidepo liegt eingebettet in weite Savannenebenen, die von Bergzügen gerahmt werden. Die höchste Erhebung auf ugandischer Seite des Parks ist der Mt. Morungole mit 2.749 Metern. Er prägt das Landschaftsbild im Süden des Parkgebiets und gehört zu den markantesten Punkten der Karamoja-Region.

Was Sie vor der Reise klären sollten

• Aktuelle Eintritts- und Gebührensätze direkt bei der Uganda Wildlife Authority erfragen.

• Unterkunft frühzeitig buchen – das Angebot in und um den Park ist begrenzt.

• Angebotene Aktivitäten und Fahrzeiten vorab mit dem Reiseveranstalter oder der Lodge abstimmen.

• Aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise für die Grenzregion prüfen.

Kidepo im Vergleich zu anderen Nationalparks Ugandas

Kidepo ist Ugandas abgelegenster großer Nationalpark: weniger Besucher, trockenere Savanne und Arten wie Strauße und Riesenelandantilopen, die in Murchison Falls oder Queen Elizabeth fehlen.

Wer eine Uganda-Rundreise plant, stellt Kidepo meist neben die bekannteren Parks. Die Unterschiede sind deutlich:

MerkmalKidepo Valley

LageNordosten, Karamoja, nahe Südsudan

LandschaftWeite Trockensavanne, gerahmt von Bergen

BesucheraufkommenWenige tausend pro Jahr

BesonderheitenOstafrikanische Strauße, Riesenelandantilopen

Aufwand der AnreiseHoch, meist mit Zwischenstation in Gulu

Für Erstreisende, die in kurzer Zeit viel sehen wollen, sind Murchison Falls oder der Queen Elizabeth Nationalpark logistisch einfacher. Kidepo lohnt sich vor allem für Reisende mit mehr Zeit, die Ruhe, Weite und eine andere Tierwelt suchen.

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Haeufig gestellte Fragen

Im Jahr 2025 zählte der Park 6.768 Besucher. Das sind 11,1 Prozent weniger als im Vorjahr. Generell empfängt Kidepo nur wenige tausend Besucher pro Jahr und ist damit deutlich schwächer frequentiert als die bekannten Nationalparks im Westen und Nordwesten Ugandas.
Der Park wurde 1962 gegründet und umfasst rund 1.500 Quadratkilometer. Er zählt damit zu den ältesten und größten Nationalparks Ugandas.
Im Park leben unter anderem Löwen, Elefanten, Büffel, Topi, Eland, Riesenelandantilopen und seltene Ostafrikanische Strauße. Besonders Strauße und Riesenelandantilopen sind in Uganda außerhalb von Kidepo kaum zu beobachten.
Der Park liegt im Nordosten Ugandas in der Region Karamoja nahe der Grenze zum Südsudan. Die meisten Reisenden fahren über Gulu, das als typische Zwischenstation auf dem Weg nach Kidepo oder in den Murchison Falls National Park dient. Für die Anreise sollte man mehrere Reisetage einplanen.
Kidepo ist der Hauptpark der abgelegenen Karamoja-Region, liegt weit außerhalb der üblichen Reiserouten und wird nur von wenigen tausend Menschen im Jahr besucht. Die weiten Savannenlandschaften und die Tierwelt mit Löwen, Elefanten und Straußen verstärken diesen Eindruck.
Der Mt. Morungole ist mit 2.749 Metern die höchste Erhebung auf ugandischer Seite des Kidepo Valley National Park und prägt das Landschaftsbild der Region.
Ja. 2013 kürte CNN den Kidepo Valley National Park zum drittbesten Nationalpark Afrikas.

Quellen

  • Ugandische Kueche
  • Wirtschaft und Waehrung Ugandas
  • Flughaefen in Uganda
  • Ugandas Nachbarlaender
  • Gorilla Trekking Uganda -- Der komplette Guide 2026
  • Steckdosen und Stromversorgung in Uganda
  • Trinkgeld-Guide fuer Uganda
  • Die komplette Packliste fuer Uganda
  • Malaria-Schutz fuer Uganda
  • Geld und Zahlungsmittel in Uganda
  • Internet und Mobilfunk in Uganda
  • Transport und Fortbewegung in Uganda
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Redaktion Reiseziel Uganda

Ein Projekt von Hope on the Road gGmbH -- mit lokaler Expertise aus Uganda und regelmaessiger Recherche vor Ort. Alle Inhalte werden von unserem Redaktionsteam mit Unterstuetzung lokaler Guides und Reiseveranstalter erstellt und geprueft.

Zuletzt aktualisiert: Juni 2026 | Quellen werden am Ende jedes Artikels angegeben