Ziwa Rhino Sanctuary: Walking with Rhinos in Uganda

Ziwa Rhino Sanctuary: Walking with Rhinos in Uganda

51 der 61 ugandischen Weissnasen-Nashörner leben im Ziwa Rhino Sanctuary -- dem einzigen Ort in Uganda, wo man zu Fuß neben freilebenden Nashörnern geht.

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Kurzantwort

Das Ziwa Rhino Sanctuary in Zentraluganda beherbergt 51 der 61 ugandischen Weissnasen-Nashörner und ist der einzige Ort im Land, wo man Nashörner zu Fuß und ohne Fahrzeug erleben kann. Das Sanctuary liegt an der Hauptroute Kampala--Murchison Falls und ist ein idealer Zwischenstopp. Buchung über die offizielle UWA-Website oder autorisierte Reisebüros.

Fakten auf einen Blick

Nashörner in Ziwa (2025)
51 von 61 ugandischen Nashörnern
Gesamtpopulation Uganda
61 Weissnasen-Nashörner
Erlebnis
Walking with Rhinos -- zu Fuß neben Nashörnern
Lage
Zentraluganda, an der Route Kampala--Murchison Falls
Weitere Standorte 2025
Kidepo (4), Ajai (4), UWEC (2)
Ausrottung in Uganda
Nashörner seit 1980er durch Wilderei ausgerottet
CITES-Status
Appendix 1 -- kein kommerzieller Export

Ziwa Rhino Sanctuary: Ugandas Nashorn-Herzstück

Das Ziwa Rhino Sanctuary ist das Herzstück des ugandischen Nashorn-Wiederansiedelungsprogramms. Nashörner wurden in Uganda in den 1980er Jahren durch intensive Wilderei vollständig ausgerottet -- zusammen mit Oryx und Derby-Eland (Quelle: Uganda Wildlife Strategy 2020-2029). Jahrzehnte geduldiger Schutzarbeit, internationale Partnerschaften und strikte Sicherheitsmaßnahmen haben das ermöglicht, was heute Realität ist: 61 Weissnasen-Nashörner leben wieder in Uganda, 51 davon in Ziwa (Quelle: MTWA Statistical Abstract 2025).

Das Sanctuary funktioniert als kontrollierter, aber weiträumiger Lebensraum für die Nashörner. Die Tiere bewegen sich frei innerhalb eines gesicherten Geländes, sind nicht eingepfercht und verhalten sich wie wilde Tiere. Genau das macht das Erlebnis so besonders: Nashörner sind hier wild, aber unter Schutz -- eine Übergangsform zwischen Zuchtstation und Wildnis, die für die Erhaltung der Art entscheidend ist.

Die Erfolge in Ziwa haben den Weg geebnet für die historische Auswilderung von je vier Nashörnern in Kidepo Valley National Park und im Ajai Wildlife Reserve im Jahr 2025 -- der erste Schritt, Nashörner in echte freie Wildnis zurückzubringen (Quelle: MTWA Statistical Abstract 2025). Ziwa bleibt dabei die Basis und Aufzuchtstätte.

Walking with Rhinos: Das Erlebnis zu Fuß

Was Ziwa von allen anderen Nashorn-Erlebnissen in Ostafrika unterscheidet, ist die Möglichkeit, die Tiere zu Fuß zu begleiten. Bei einem "Walking with Rhinos"-Trek begleitet ein erfahrener Ranger eine kleine Gruppe von Besuchern durch das Sanctuary bis auf wenige Meter an die Nashörner heran. Kein Fahrzeug, kein Zaun -- nur die natürliche Begegnung mit einem der größten Landtiere der Erde.

Ranger kennen die individuellen Tiere und ihr Verhalten genau. Sie führen Besucher sicher und verantwortungsbewusst an die Nashörner heran und erklären dabei Verhaltensweisen, Sozialstruktur und Schutzmaßnahmen. Die Trecks sind in der Regel 1-2 Stunden lang und für durchschnittlich fitte Reisende geeignet. Gruppen werden auf maximal 8-10 Personen begrenzt.

Nashornhörner gehören zu den am häufigsten gehandelten Wildtierprodukten weltweit und sind teurer als Gold -- ein Kontext, der das Erlebnis in Ziwa umso bedeutungsvoller macht. Jeder Besucher trägt direkt zur Finanzierung des Schutzes bei. Das UWA Revenue-Sharing-Programm leitet einen Teil der Einnahmen auch an lokale Gemeinden weiter, was langfristig nachhaltigen Schutz garantiert (Quelle: Uganda Wildlife Strategy 2020-2029).

Anreise, Lage und Buchung

Das Ziwa Rhino Sanctuary liegt in Zentraluganda an der Hauptstraße zwischen Kampala und Murchison Falls National Park, etwa 176 Kilometer nördlich von Kampala. Diese Lage macht es zum idealen Zwischenstopp auf dem Weg zu Ugandas größtem Park. Die Fahrt von Kampala dauert rund 2-3 Stunden, je nach Straßenverkehr.

Das Sanctuary ist täglich geöffnet. Buchungen können direkt über die offizielle UWA-Website oder über autorisierte ugandische Reiseveranstalter vorgenommen werden. Vor Ort gibt es einfache Unterkunftsmöglichkeiten, die einen Aufenthalt über Nacht ermöglichen. Ein Besuch wird auf mindestens einen halben Tag veranschlagt, um sowohl die Walking-with-Rhinos-Trek als auch die weiteren Attraktionen des Sanctuarys zu erleben.

Neben Nashörnern bietet das Sanctuary auch Vogelbeobachtung, Bootsfahrten auf dem Nile (je nach Lage des Sanctuarys) und Einblicke in die Arbeit der Ranger und Nashorn-Pfleger. Für Reisende, die den vollständigen ugandischen Nashorn-Kontext verstehen wollen, ist ein Besuch in Ziwa vor oder nach einem Kidepo-Besuch besonders lehrreich -- Kidepo beherbergt seit 2025 ebenfalls vier der Ziwa-Tiere (Quelle: MTWA Statistical Abstract 2025).

Nashorn-Schutz und internationale Verpflichtungen

Uganda ist CITES-Vertragspartei und hat damit internationale Verpflichtungen zum Schutz seiner Nashörner. Weissnasen-Nashörner sind in CITES Appendix 1 gelistet, was bedeutet: kein kommerzieller Export, strikte Kontrolle jedes Transfers, vollständiges Handelsverbot (Quelle: Uganda Wildlife Strategy 2020-2029). Uganda hat als Reaktion auf anhaltende Wilderei zudem einen Wildlife Crime Court als Spezialgericht für Wildtierkriminalität etabliert.

Die Beschlagnahmungsstatistiken der UWA illustrieren den anhaltenden Druck: 2018/19 wurden in 53 Fällen 3.879,4 kg Elfenbein beschlagnahmt, dazu Pangolin-Schuppen, Nilpferd-Zähne und weitere Produkte (Quelle: Uganda Wildlife Strategy 2020-2029). Nashornhörner werden über Transitrouten wie den Entebbe Flughafen und die Grenzen Mutukula und Kamdini nach Singapur und China geschmuggelt.

Der Schutz in Ziwa ist daher nicht nur eine Frage des Tierlebens, sondern ein systemischer Kampf gegen organisierte Kriminalität. Die Ranger in Ziwa arbeiten rund um die Uhr, kennen jedes einzelne Tier und sind hochgradig wachsam. Dieses Niveau an Schutz ist mitentscheidend dafür, dass Uganda 2025 die erste externe Auswilderung wagen konnte.

Nashorn grast friedlich im Ziwa Rhino Sanctuary Uganda
Elefant erkundet Thatched Lodge im Queen Elizabeth Nationalpark
Giraffe im Murchison Falls Park schaut direkt in die Kamera
Giraffe in freier Wildbahn – Murchison Falls

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Haeufig gestellte Fragen

2025 leben 51 Weissnasen-Nashörner im Ziwa Rhino Sanctuary -- das entspricht 83 Prozent aller ugandischen Nashörner. Die Gesamtpopulation in Uganda beträgt 61 Tiere. (Quelle: MTWA Statistical Abstract 2025)
Walking with Rhinos ist ein geführter Trek zu Fuß durch das Sanctuary, bei dem Besucher von einem Ranger auf wenige Meter an frei lebende Nashörner herangeführt werden. Kein Fahrzeug, kein Käfig -- ein direktes Erlebnis mit dem meistgejagten Tier der Wilderei-Geschichte.
Das Ziwa Rhino Sanctuary liegt rund 176 Kilometer nördlich von Kampala an der Hauptstraße Richtung Murchison Falls. Die Fahrt dauert etwa 2-3 Stunden und macht Ziwa zum idealen Zwischenstopp auf dem Weg in den Norden.
Ja, seit 2025 gibt es auch 4 Nashörner im Kidepo Valley National Park und 4 im Ajai Wildlife Reserve -- beide 2025 erstmals besiedelt. Das Uganda Wildlife Education Centre (UWEC) hält weitere 2 Tiere. (Quelle: MTWA Statistical Abstract 2025)
Buchungen sind direkt über die offizielle Website der Uganda Wildlife Authority (UWA) oder über autorisierte Reiseveranstalter möglich. Vor Ort gibt es auch einfache Unterkunftsmöglichkeiten.
Nashörner wurden in Uganda seit den 1980er Jahren durch intensive Wilderei ausgerottet. Nashornhörner zählen zu den am häufigsten gehandelten Wildtierprodukten und werden nach Singapur und China geschmuggelt. (Quelle: Uganda Wildlife Strategy 2020-2029)

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Redaktion Reiseziel Uganda

Ein Projekt von Hope on the Road gGmbH -- mit lokaler Expertise aus Uganda und regelmaessiger Recherche vor Ort. Alle Inhalte werden von unserem Redaktionsteam mit Unterstuetzung lokaler Guides und Reiseveranstalter erstellt und geprueft.

Zuletzt aktualisiert: Juni 2026 | Quellen werden am Ende jedes Artikels angegeben