Kurzantwort
Fuer die Einreise nach Uganda ist die Gelbfieber-Impfung gesetzlich vorgeschrieben. Der internationale Impfausweis wird bei der Einreise kontrolliert. Darueber hinaus empfehlen das Robert Koch-Institut und das Auswaertige Amt Impfungen gegen Hepatitis A und B, Typhus, Tollwut, Meningokokken und Polio sowie eine Auffrischung von Tetanus und Diphtherie. Eine Malaria-Prophylaxe mit Malarone oder Doxycyclin ist dringend angeraten. Konsultiere mindestens 6 bis 8 Wochen vor der Abreise einen Reisemediziner oder ein Tropeninstitut.
Fakten auf einen Blick
- Pflichtimpfung
- Gelbfieber (bei Einreise kontrolliert)
- Empfohlene Impfungen
- Hepatitis A+B, Typhus, Tollwut, Polio, Meningokokken
- Malaria
- Ganzjaehriges Risiko unter 1.800 m
- Malaria-Prophylaxe
- Malarone oder Doxycyclin empfohlen
- Hoehenlagen
- Kein/geringes Malariarisiko ueber 1.800 m
- Vorlaufzeit
- Mindestens 6-8 Wochen vor Abreise
- Gelbfieber-Kosten
- 50-80 EUR (oft von Krankenkasse erstattet)
- Impfausweis
- Internationaler gelber Impfausweis noetig
Gelbfieber-Impfung -- Pflicht fuer die Einreise
Die Gelbfieber-Impfung ist die einzige Impfung, die fuer die Einreise nach Uganda gesetzlich vorgeschrieben ist. Der internationale Impfausweis (gelbes Buechlein der WHO) mit dem Nachweis der Gelbfieber-Impfung wird bei der Einreise am Flughafen Entebbe und an allen Landgrenzuebergaengen kontrolliert. Ohne gueltigen Nachweis kann die Einreise verweigert werden -- in der Praxis wird in seltenen Faellen eine kostenpflichtige Impfung vor Ort angeboten, doch darauf sollte man sich keinesfalls verlassen.
Die Gelbfieber-Impfung muss mindestens 10 Tage vor der geplanten Einreise verabreicht worden sein, damit der Impfschutz aufgebaut ist. Seit 2016 gilt die Gelbfieber-Impfung gemaess WHO-Richtlinie als lebenslang gueltig -- eine Auffrischung ist nicht mehr erforderlich. In Deutschland wird die Impfung ausschliesslich in zugelassenen Gelbfieber-Impfstellen verabreicht, die vom Gesundheitsamt zertifiziert sind. Eine Liste der zugelassenen Impfstellen findest du auf der Website des Robert Koch-Instituts.
Die Kosten fuer die Gelbfieber-Impfung liegen in Deutschland bei 50 bis 80 EUR, in der Schweiz bei 50 bis 90 CHF und in Oesterreich bei 40 bis 70 EUR. Erfreulicherweise erstatten die meisten gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland die Kosten fuer Reiseimpfungen vollstaendig oder teilweise. Die Techniker Krankenkasse, Barmer, AOK, DAK und viele weitere uebernehmen die Kosten bei Vorlage der Rechnung und des Rezepts. Erkundige dich vor der Impfung bei deiner Krankenkasse nach den Erstattungsbedingungen.
Gelbfieber ist eine durch Muecken uebertragene Viruserkrankung, die in Teilen Afrikas und Suedamerikas vorkommt. Uganda liegt vollstaendig im Gelbfieber-Endemiegebiet. Die Impfung schuetzt zuverlaessig vor der Erkrankung und wird fuer alle Reisenden empfohlen, nicht nur wegen der Einreisevorschrift, sondern auch zum eigenen Schutz.
Empfohlene Impfungen im Detail
Neben der Gelbfieber-Pflichtimpfung empfehlen das Robert Koch-Institut, die Staendige Impfkommission (STIKO) und das Auswaertige Amt eine Reihe weiterer Impfungen fuer Uganda-Reisende. Diese Impfungen sind zwar nicht vorgeschrieben, bieten aber einen wichtigen Schutz vor Krankheiten, die in Uganda vorkommen.
Hepatitis A: Die haeufigste impfpraeventable Reisekrankheit weltweit. Hepatitis A wird durch kontaminiertes Wasser und Lebensmittel uebertragen und ist in Uganda verbreitet. Die Impfung besteht aus zwei Dosen im Abstand von 6 bis 12 Monaten und bietet einen Schutz von mindestens 25 Jahren. Bereits zwei Wochen nach der ersten Dosis besteht ein guter Impfschutz, sodass auch kurzfristige Impfungen vor der Reise sinnvoll sind.
Hepatitis B: Wird durch Blut und Koerperfluessigkeiten uebertragen. In Uganda ist Hepatitis B deutlich weiter verbreitet als in Europa. Die Impfung besteht aus drei Dosen (0, 1, 6 Monate) und bietet langfristigen Schutz. Eine Schnellimmunisierung mit drei Dosen innerhalb von 21 Tagen ist moeglich und bietet bereits einen Grundschutz fuer die Reise. Ein Kombinationsimpfstoff gegen Hepatitis A und B (Twinrix) spart Zeit und Kosten.
Typhus: Wird durch kontaminiertes Wasser und Lebensmittel uebertragen und kommt in Uganda regelmaessig vor. Die Injektionsimpfung besteht aus einer einzigen Dosis, die mindestens zwei Wochen vor der Reise verabreicht werden sollte, und bietet Schutz fuer etwa drei Jahre. Alternativ gibt es eine Schluckimpfung, die drei Kapseln ueber fuenf Tage erfordert.
Tollwut: In Uganda kommen tollwuetige Hunde, Fledermaeuse und andere Saeugetiere vor. Die vorbeugende Impfung (Praeexpositionsprophylaxe) besteht aus drei Dosen (Tag 0, 7 und 21-28) und wird besonders fuer Reisende empfohlen, die laendliche Gebiete besuchen, in der Naehe von Tieren uebernachten oder Trekkings unternehmen. Die Impfung ersetzt nicht die Behandlung nach einem Biss, vereinfacht sie aber erheblich und verschafft wertvolle Zeit bis zur medizinischen Versorgung.
Malaria-Prophylaxe -- Medikamente und Schutz
Uganda ist ein Malariagebiet, und die Erkrankung ist eine der haeufigsten Todesursachen im Land. Fuer Reisende besteht ein ganzjaehriges Risiko in allen Landesteilen unterhalb von 1.800 Metern Hoehe. Die gefaehrlichste Form, Malaria tropica (Plasmodium falciparum), macht in Uganda ueber 90 Prozent der Faelle aus und kann ohne Behandlung toedlich verlaufen. Eine konsequente Prophylaxe ist daher fuer alle Uganda-Reisenden dringend empfohlen.
Die gaengigsten Prophylaxe-Medikamente sind Malarone (Atovaquon/Proguanil) und Doxycyclin. Malarone wird einen Tag vor der Einreise ins Malariagebiet begonnen, waehrend des Aufenthalts taeglich eingenommen und sieben Tage nach der Abreise fortgesetzt. Es gilt als gut vertraeglich mit wenigen Nebenwirkungen, ist aber vergleichsweise teuer (etwa 4 bis 6 EUR pro Tablette). Doxycyclin ist deutlich guenstiger (etwa 0,50 EUR pro Tablette), wird ebenfalls taeglich eingenommen und muss einen bis zwei Tage vor der Einreise begonnen und 28 Tage nach der Ausreise fortgesetzt werden. Haeufige Nebenwirkungen sind erhoehte Sonnenlichtempfindlichkeit und gelegentliche Magen-Darm-Beschwerden.
Lariam (Mefloquin) wird aufgrund seiner haeufigen neuropsychiatrischen Nebenwirkungen (lebhafte Traeume, Angst, Depression) in Deutschland zunehmend seltener empfohlen und ist fuer die meisten Reisenden nicht die erste Wahl. Es wird einmal woechentlich eingenommen und muss zwei bis drei Wochen vor der Einreise begonnen werden.
Zusaetzlich zur medikamentoesen Prophylaxe sind mechanische Schutzmassnahmen wichtig: DEET-haltiges Insektenschutzmittel (mindestens 30 Prozent Wirkstoffanteil) auf unbedeckte Haut auftragen, besonders in den Abend- und Nachtstunden, wenn die Anopheles-Muecke aktiv ist. Langaermelige, helle Kleidung am Abend tragen. Unter einem impraegnierten Moskitonetz schlafen -- die meisten Hotels und Lodges stellen diese bereit. In den Hoehenlagen von Bwindi (1.500-2.600 m) und auf den Virunga-Vulkanen ist das Malariarisiko deutlich geringer, aber nicht null. Auch hier empfehlen wir die Prophylaxe.
Lass dich von einem Reisemediziner oder Tropeninstitut beraten, welches Prophylaxe-Medikament fuer dich am besten geeignet ist. Die Wahl haengt von Vorerkrankungen, anderen Medikamenten und persoenlicher Vertraeglichkeit ab.
Reiseapotheke -- Die komplette Checkliste fuer Uganda
Eine gut bestueeckte Reiseapotheke ist fuer eine Uganda-Reise unverzichtbar. Ausserhalb von Kampala und Entebbe sind Apotheken selten, und in der Naehe der Nationalparks praktisch nicht vorhanden. Was du nicht dabei hast, wirst du im Zweifel nicht bekommen. Die folgende Checkliste ist nach Kategorien geordnet und umfasst alles, was du fuer zwei bis drei Wochen Uganda brauchst.
Mueckenschutz -- Der wichtigste Punkt der ganzen Liste
Mueckenschutz ist in Uganda kein Komfortthema, sondern Gesundheitsschutz. Die Anopheles-Muecke uebertraegt Malaria, die Aedes-Muecke Dengue-Fieber und Zika. Effektiver Mueckenschutz besteht aus drei Saeuten: Repellent auf der Haut, Kleidung und Moskitonetz.
Repellent (Mueckenspray): Der Wirkstoff DEET (Diethyltoluamid) in einer Konzentration von mindestens 30 Prozent, besser 50 Prozent, ist der Goldstandard fuer tropische Gebiete. Bewaehrte Produkte aus der deutschen Apotheke sind Anti Bruemm forte (30% DEET), Nobite Haut (50% DEET) und Care Plus Anti-Insect DEET 50%. Fuer alle, die DEET nicht vertragen, ist Icaridin (auch Picaridin genannt) in 20-prozentiger Konzentration eine gute Alternative -- Autan Tropical ist ein bekanntes Produkt mit diesem Wirkstoff. Naturbasierte Mittel mit Citronella oder Eukalyptus reichen fuer Uganda nicht aus.
Richtige Anwendung: Das Spray grosszuegig auf alle unbedeckten Hautstellen auftragen -- Knoeche, Fuesse, Haende und Nacken werden haeufig vergessen und sind bevorzugte Stichstellen. Erst Sonnencreme auftragen, dann nach 15 Minuten das Mueckenspray darueber. Abends und nachts ist der Schutz am wichtigsten, da die Malaria-uebertragende Anopheles-Muecke daemmerungs- und nachtaktiv ist. Das Spray alle vier bis sechs Stunden erneuern, bei starkem Schwitzen haeufiger. Fuer eine zweiwoemchige Reise rechne mit mindestens zwei Flaschen (je 100 ml).
Kleidung am Abend: Langaermelige, helle Oberteile und lange Hosen ab der Daemmerung. Helle Farben ziehen weniger Muecken an als dunkle. Socken und geschlossene Schuhe schuetzen die Knoeche -- eine der haeufigsten Stichstellen. Spezielle mueckenabweisende Kleidung mit eingewebtem Permethrin (z.B. von Craghoppers oder Rovince) bietet zusaetzlichen Schutz, ist aber kein Muss.
Moskitonetz: Die allermeisten Hotels und Lodges in Uganda stellen Moskitonetze bereit. Trotzdem empfiehlt es sich, ein eigenes impraegniertes Reise-Moskitonetz mitzunehmen (Gewicht: ca. 300 g) -- fuer den Fall, dass das Netz in der Unterkunft Loecher hat oder fehlt. Impraegnierte Netze mit Permethrin toeten Muecken bei Kontakt und bieten den besten Schutz.
Fuer die Unterkunft: Ein Mueckenspray fuer Innenraeume (z.B. Nobite Verdampfer oder einfache Mueckenspiralen, die vor Ort guenstig erhaeltlich sind) kann das Schlafzimmer vor dem Zubettgehen mueckenfrei machen. Klimaanlagen und Ventilatoren helfen ebenfalls, da Muecken ruhige Luft bevorzugen.
Pflaster, Wundversorgung und Blasenschutz
Kleine Verletzungen -- Schueriwunden, Kratzer, Insektenstiche, Blasen -- sind auf einer aktiven Uganda-Reise mit Trekkings, Wandersafaris und Naturwegen praktisch unvermeidlich. In tropischem Klima mit hoher Luftfeuchtigkeit infizieren sich Wunden deutlich schneller als in Europa. Deshalb: jede noch so kleine Verletzung sofort versorgen.
Pflaster: Ein Sortiment in verschiedenen Groessen ist Pflicht. Bewahrt haben sich die wasserfesten Pflaster von Hansaplast oder Leukoplast, die auch bei Schweiss und Feuchtigkeit haften. Fuer groessere Schueriwunden sterile Wundauflagen (Kompressen 10x10 cm) und Fixierpflaster mitnehmen. Fuer Kinder: bunte Kinderpflaster nehmen die Angst und sind genauso funktional.
Blasenpflaster: Beim Gorilla Trekking in Bwindi (2-8 Stunden durch steiles, schlammiges Gelaende) und bei Vulkanbesteigungen in Mgahinga sind Blasen an den Fuessen eines der haeufigsten Probleme. Compeed Blasenpflaster sind hier das Mittel der Wahl -- sie polstern, schuetzen und bleiben tagelang an Ort und Stelle. Mindestens eine Packung (6-8 Stueck) mitnehmen. Vorbeugend: Wandersocken aus Merinowolle reduzieren die Reibung erheblich, und neue Wanderschuhe muessen vor der Reise unbedingt eingelaufen werden.
Wunddesinfektion: Octenisept oder Betaisodona-Loesung sind die beste Wahl -- sie brennen weniger als Alkohol und toeten zuverlaessig Bakterien. Nach jedem Kratzer, jeder Schueriwunde und jedem aufgekratzten Insektenstich sofort desinfizieren. In tropischem Klima kann aus einer harmlosen Schueriwunde innerhalb von 24 Stunden eine entzuendete Wunde werden.
Weitere Wundversorgung: Elastische Binden (fuer Verstauchungen beim Trekking), eine kleine Schere, eine Pinzette (fuer Splitter und Dornen), Steri-Strips (Klammerpflaster fuer tiefere Schnitte als Erstversorgung) und sterile Einmalhandschuhe (2-3 Paar). Eine Zeckenzange oder Zeckenkarte ist in den Buschgebieten sinnvoll.
Medikamente: Durchfall, Schmerzen, Fieber und Allergien
Magen und Darm: Durchfall ist die haeufigste Gesundheitsbeschwerde auf Uganda-Reisen -- auch bei vorsichtigen Reisenden kann es passieren. Loperamid (Imodium akut) stoppt akuten Durchfall fuer Reisetage, an denen man funktionieren muss (lange Fahrt, Gorilla Trekking). Achtung: Loperamid behandelt nicht die Ursache, sondern nur das Symptom. Elektrolytpulver (Elotrans oder Oralpaedon) gleicht den Fluessigkeits- und Mineralienverlust aus und ist bei Durchfall wichtiger als jedes Medikament. Mindestens 6-8 Beutel mitnehmen. Buscopan hilft bei Bauchkraempfen. Ein Breitbandantibiotikum (Ciprofloxacin oder Azithromycin) sollte vom Hausarzt verschrieben werden und dient als Reserve fuer schwere bakterielle Durchfallerkrankungen, die nach zwei bis drei Tagen nicht von allein abklingen.
Schmerzmittel und Fieber: Ibuprofen 400 mg (wirkt zusaetzlich entzuendungshemmend) und Paracetamol 500 mg in ausreichender Menge -- mindestens 20 Tabletten von jedem. Ein digitales Fieberthermometer ist Pflicht: Fieber ueber 38 Grad waehrend oder bis zu drei Monate nach einer Uganda-Reise muss immer als Malaria-Verdacht behandelt werden. Sofort aerztliche Hilfe suchen und einen Bluttest verlangen.
Allergien und Insektenstiche: Cetirizin oder Loratadin (Antihistaminika) helfen bei allergischen Reaktionen auf Insektenstiche, Pflanzenkontakt oder ungewohntes Essen. Fenistil Gel oder Bite Away (elektronischer Stichheiler) lindern den Juckreiz bei Mueckenstichen -- besonders nuetzlich, da Kratzen in tropischem Klima schnell zu Infektionen fuehrt. Eine niedrig dosierte Hydrocortison-Creme (0,5%) hilft bei staerkeren Hautreaktionen.
Erkaltung und Atemwege: In den Hoehenlagen von Bwindi (bis 2.600 m) und auf den Virunga-Vulkanen kann es empfindlich kalt werden, und Erkaeltungen kommen vor. Nasenspray (abschwellend, fuer Fluege und bei Erkaeltung), Halsschmerztabletten und Hustenloser gehoeren daher ebenfalls in die Reiseapotheke.
Reiseuebelkeit: Vomex A (Dimenhydrinat) hilft bei Uebelkeit auf den teils holprigen Fahrten ueber ugandische Pisten. Wer zu Reiseuebelkeit neigt, sollte auch an Reisetabletten fuer die Bootsfahrten auf dem Kazinga-Kanal und dem Nil denken.
Persoenliche Medikamente: Alle regelmaessig eingenommenen Medikamente in ausreichender Menge fuer die gesamte Reise plus eine Woche Reserve mitnehmen. Immer in der Originalverpackung mit Beipackzettel transportieren. Fuer verschreibungspflichtige Medikamente ein aerztliches Attest in englischer Sprache mitfuehren.
Sonnenschutz und Hitzeschutz
Uganda liegt direkt am Aequator, und die UV-Strahlung ist auch bei bewoelktem Himmel deutlich intensiver als in Europa. In den Hoehenlagen der Bergparks (Bwindi, Mgahinga, Rwenzoris) verstaerkt sich die Strahlung zusaetzlich. Sonnenbrand und Sonnenstich sind vermeidbare Probleme, die eine Reise empfindlich stoeren koennen.
Sonnencreme: Lichtschutzfaktor 50 ist Minimum, besser 50+. Wasserfeste Formulierungen sind wichtig, da man bei Trekkings stark schwitzt. Fuer das Gesicht empfiehlt sich eine leichte, nicht fettende Sonnencreme, fuer den Koerper eine groessere Tube (200 ml reicht fuer zwei Wochen bei taelicher Anwendung). Sonnencreme ist in Uganda schwer zu bekommen und teuer -- unbedingt genug aus Deutschland mitnehmen.
Lippenpflege mit UV-Schutz: Die Lippen verbrennen schnell und werden in der trockenen Luft der Savannen rissig. Ein Lippenbalsam mit LSF 30 gehoert in jede Hosentasche.
Kopfbedeckung: Ein breitkrempiger Hut oder eine Cap mit Nackenschutz ist auf Game Drives (offenes Safari-Fahrzeug, stundenlang in der Sonne) und bei Wanderungen unverzichtbar. Auch auf dem Boot (Kazinga-Kanal, Nil) ist die Reflexion vom Wasser intensiv.
After-Sun und Behandlung: Aloe-Vera-Gel fuer leichten Sonnenbrand und eine kuehende Lotion fuer die Haut nach langen Tagen in der Sonne. Bei staerkerem Sonnenbrand helfen Ibuprofen (entzuendungshemmend) und kuehle, feuchte Tuecher.
Hitzeschutz allgemein: Ausreichend Wasser trinken -- mindestens zwei bis drei Liter am Tag, bei Trekkings mehr. Eine wiederverwendbare Trinkflasche (z.B. Nalgene oder CamelBak) und Wasseraufbereitungstabletten (Micropur oder LifeStraw) sind nuetzlich fuer Wanderungen abseits der Lodges.
Kompakte Packliste: Die Reiseapotheke auf einen Blick
Mueckenschutz: DEET-Spray 50% (2 Flaschen a 100 ml), Reise-Moskitonetz (impraegniert), ggf. Mueckenspirale fuer Innenraeume.
Wundversorgung: Pflaster-Sortiment (wasserfest), Blasenpflaster (Compeed, 8 Stueck), sterile Kompressen, elastische Binde, Desinfektionsmittel (Octenisept), Steri-Strips, Pinzette, kleine Schere, Einmalhandschuhe, Zeckenzange.
Medikamente Magen/Darm: Loperamid (10 Tabletten), Elektrolytpulver (8 Beutel), Buscopan, Antibiotikum als Reserve (aerztliches Rezept).
Schmerzen und Fieber: Ibuprofen 400 (20 Stueck), Paracetamol 500 (20 Stueck), Fieberthermometer digital.
Allergie und Stiche: Cetirizin/Loratadin (10 Tabletten), Fenistil Gel oder Bite Away, Hydrocortison-Creme 0,5%.
Sonnenschutz: Sonnencreme LSF 50+ (200 ml Koerper, 50 ml Gesicht), Lippenbalsam mit UV-Schutz, After-Sun-Gel.
Erkaltung und Reise: Nasenspray, Halsschmerztabletten, Hustenloser, Vomex A (Reiseuebelkeit).
Sonstiges: Persoenliche Dauermedikamente plus Reserve, aerztliches Attest in Englisch fuer verschreibungspflichtige Medikamente, Wasseraufbereitungstabletten, Trinkflasche, Ohrstoepsel (fuer laute Unterkuenfte), Hand-Desinfektionsgel.
Tipp: Alle Medikamente in einem wasserdichten Beutel oder einer kleinen Hartschalenbox verstauen. Loperamid, Pflaster und Desinfektionsmittel gehoeren ins Handgepaeck -- Durchfall und kleine Verletzungen warten nicht, bis der Koffer ankommt.
Reisekrankenversicherung und medizinische Evakuierung
Eine Reisekrankenversicherung mit medizinischer Evakuierung ist fuer Uganda nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber de facto unverzichtbar. Die deutsche gesetzliche Krankenversicherung uebernimmt keine Kosten fuer medizinische Behandlungen in Uganda. Auch viele private Krankenversicherungen decken Auslandsaufenthalte nur eingeschraenkt ab. Eine separate Reisekrankenversicherung ist daher fuer alle Reisenden dringend empfohlen.
Bei der Wahl der Versicherung ist besonders auf folgenden Leistungsumfang zu achten: ambulante und stationaere Behandlung, Zahnbehandlung bei akuten Schmerzen, medizinisch sinnvoller Ruecktransport, medizinische Evakuierung aus entlegenen Gebieten und Bergung. Die Evakuierung aus einem abgelegenen Nationalpark per Kleinflugzeug kann 5.000 bis 15.000 EUR kosten, eine Verlegung per Ambulanzflug nach Nairobi oder Europa 20.000 bis 80.000 EUR.
Bewaeaehrte Anbieter fuer Reisekrankenversicherungen mit gutem Preis-Leistungs-Verhaeltnis sind ADAC Auslandskrankenversicherung, HanseMerkur Reiseversicherung, DKV und Allianz Travel. Die Kosten fuer eine Einzelreise von 14 Tagen liegen bei 10 bis 30 EUR, Jahresvertraege fuer mehrere Reisen bei 10 bis 50 EUR pro Jahr. Achte darauf, dass die Police explizit medizinische Evakuierung per Helikopter und Ambulanzflug einschliesst.
Nimm die Versicherungspolice, die Notfallnummer der Versicherung und die Policennummer ausgedruckt mit auf die Reise. Speichere die Notfallnummer auch im Handy. Im Notfall kontaktiere zuerst die Versicherung, die dann die weitere Versorgung koordiniert. In lebensbedrohlichen Situationen suche sofort die naechste medizinische Einrichtung auf und informiere die Versicherung danach.
Medizinische Versorgung in Uganda
Die medizinische Versorgung in Uganda ist zweigeteilt: In Kampala und Entebbe gibt es Krankenhaeuser mit akzeptablem Standard, waehrend die Versorgung in laendlichen Gebieten und in der Naehe der Nationalparks stark eingeschraenkt ist. Das International Hospital Kampala (IHK) an der St. Barnabas Road in Namuwongo bietet Behandlungen auf internationalem Niveau und ist die erste Anlaufstelle fuer Touristen. Das Nsambya Hospital, das Mengo Hospital und die Norvik Hospital Group sind weitere brauchbare Optionen in Kampala.
In Fort Portal im Westen bietet das Mountains of the Moon University Hospital grundlegende medizinische Versorgung. In Mbarara gibt es das Mbarara Regional Referral Hospital. In der Naehe von Bwindi und den anderen westlichen Nationalparks sind die medizinischen Moeglichkeiten auf kleine Gesundheitszentren beschraenkt, die fuer ernsthafte Erkrankungen nicht ausgestattet sind. Die Lodges in den Parks verfuegen in der Regel ueber Erste-Hilfe-Ausruestung und koennen im Notfall eine Evakuierung nach Kampala oder Nairobi organisieren.
Apotheken (Pharmacies) gibt es in allen groesseren Staedten. Die Qualitaet der erhaeltlichen Medikamente ist jedoch nicht immer garantiert -- gefaelschte Medikamente sind in Ostafrika ein bekanntes Problem. Kaufe Medikamente moeglichst in den groesseren, serioes wirkenden Apotheken in Kampala oder bringe alle benoetigten Medikamente aus Deutschland mit.
Fuer Notfaelle in abgelegenen Gebieten ist die AMREF Flying Doctors Mitgliedschaft eine sinnvolle Ergaenzung zur Reisekrankenversicherung. AMREF betreibt ein Netzwerk von Ambulanzflugzeugen in Ostafrika und kann Patienten aus entlegenen Gebieten in spezialisierte Krankenhaeuser in Nairobi evakuieren. Eine Touristen-Mitgliedschaft kostet etwa 25 bis 50 USD fuer zwei Wochen und deckt die Evakuierungskosten ab.
Uebersicht: Impfungen fuer Uganda
| Impfung | Status | Dosen | Vorlaufzeit | Kosten (ca.) | Gueltigkeitsdauer |
|---|---|---|---|---|---|
| Gelbfieber | Pflicht | 1 Dosis | Mind. 10 Tage vor Einreise | 50-80 EUR | Lebenslang |
| Hepatitis A | Empfohlen | 2 Dosen (0 + 6 Monate) | 2 Wochen vor Abreise | 50-70 EUR | 25+ Jahre |
| Hepatitis B | Empfohlen | 3 Dosen (0, 1, 6 Monate) | 6 Monate | 50-70 EUR | 10+ Jahre |
| Typhus | Empfohlen | 1 Dosis (Injektion) | 2 Wochen | 25-40 EUR | 3 Jahre |
| Tollwut | Empfohlen | 3 Dosen (0, 7, 21-28 Tage) | 4 Wochen | 150-250 EUR (3 Dosen) | 2-5 Jahre |
| Meningokokken | Empfohlen | 1 Dosis | 2 Wochen | 50-70 EUR | 5 Jahre |
| Polio (Auffrischung) | Empfohlen | 1 Auffrischung | 2 Wochen | 30-50 EUR | 10 Jahre |
| Tetanus/Diphtherie | Standard | 1 Auffrischung | 2 Wochen | 20-40 EUR | 10 Jahre |
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Unser Partner vor Ort organisiert massgeschneiderte Uganda-Reisen mit persoenlicher Betreuung, erfahrenen Guides und lokaler Expertise.
Haeufig gestellte Fragen
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Quellen
- Robert Koch-Institut
- Auswaertiges Amt
- World Health Organization
- Tropeninstitut Muenchen
- Staendige Impfkommission (STIKO)
Redaktion Reiseziel Uganda
Ein Projekt von Hope on the Road gGmbH -- mit lokaler Expertise aus Uganda und regelmaessiger Recherche vor Ort. Alle Inhalte werden von unserem Redaktionsteam mit Unterstuetzung lokaler Guides und Reiseveranstalter erstellt und geprueft.
Zuletzt aktualisiert: Juni 2026 | Quellen werden am Ende jedes Artikels angegeben