Kurzantwort
Uganda verlor seine letzten wilden Nashoerner in den 1980er Jahren durch Wilderei. Seit 2005 werden im Ziwa Rhino Sanctuary Suedliche Breitmaulnashoerner gezuechtet. 2025 wurde ein historischer Meilenstein erreicht: 61 Nashörner leben in Uganda, und erstmals seit Jahrzehnten wurden Tiere in freie Schutzgebiete ausgewildert -- vier ins Ajai Wildlife Reserve, vier in den Kidepo Valley National Park. Damit ist Uganda das erste Land in der Region, das Nashoerner erfolgreich zurueck in ihre historischen Lebensraeume gebracht hat. (Quelle: MTWA Statistical Abstract 2025)
Fakten auf einen Blick
- Art
- Suedliches Breitmaulnashorn (Ceratotherium simum simum)
- Gesamtpopulation Uganda 2025
- 61 Tiere (MTWA Statistical Abstract 2025)
- Ziwa Rhino Sanctuary
- 51 Tiere
- Ajai Wildlife Reserve
- 4 Tiere (Auswilderung 2025 -- NEU)
- Kidepo Valley National Park
- 4 Tiere (Auswilderung 2025 -- NEU)
- UWEC (Zoo Kampala)
- 2 Tiere
- Populationsentwicklung
- 17 (Start) -- 22 -- 35 -- 43 -- 59 -- 61 (2025)
- Naechste Phase
- Schwarznashorn-Wiederansiedlung geplant (National Rhino Strategic Plan)
- Gewicht
- Bis 2.300 kg
- Tracking-Kosten
- 50 USD (Auslaender)
- IUCN-Status
- Potenziell gefaehrdet (Near Threatened)
Vom Aussterben und Zurueckkommen
Die Geschichte des Nashorns in Uganda ist eine Geschichte von Verlust und Hoffnung. Noch in den 1960er Jahren lebten sowohl Breit- als auch Spitzmaaulnashoerner in Ugandas Savannen. Waehrend der Diktatur Idi Amins und der folgenden politischen Instabilitaet wurden die letzten Tiere gewildert. Bis Mitte der 1980er Jahre war das Nashorn in Uganda ausgerottet.
Dieses Schicksal teilte Uganda mit vielen afrikanischen Laendern, in denen die Nashorn-Wilderei in den 1970er und 1980er Jahren epidemische Ausmasse annahm. Nashornhorn wurde auf dem Schwarzmarkt -- insbesondere in Asien -- zu astronomischen Preisen gehandelt, obwohl es aus Keratin besteht und keinerlei medizinischen Wert hat.
2005 begann ein ambitioniertes Wiederansiedlungsprojekt: Das Ziwa Rhino Sanctuary wurde auf 70 Quadratkilometern privatem Land noerdlich von Kampala eingerichtet. Sechs Suedliche Breitmaulnashoerner aus Kenia und dem Zoo von Disney's Animal Kingdom bildeten den Grundstock der neuen Population.
Das Ziwa Rhino Sanctuary
Das Ziwa Rhino Sanctuary liegt etwa 170 Kilometer noerdlich von Kampala, direkt an der Strasse nach Murchison Falls. Diese strategische Lage macht es zu einem idealen Zwischenstopp fuer Reisende auf dem Weg zum groessten Nationalpark Ugandas.
Die 70 Quadratkilometer grosse Schutzzone wird rund um die Uhr von bewaffneten Rangern bewacht. Jedes Nashorn wird taeglich von Fuss zu Fuss ueberwacht -- eine enorm aufwaendige, aber notwendige Massnahme, um die wertvollen Tiere vor Wilderern zu schuetzen.
Das einzigartige Erlebnis in Ziwa ist das Rhino Tracking zu Fuss. Begleitet von einem bewaffneten Ranger und einem Guide naehert man sich den Nashornern zu Fuss auf bis zu 30 Meter. Die massiven, friedlichen Tiere aus dieser Naehe zu beobachten, ist ein unvergessliches Erlebnis und in Uganda ausschliesslich hier moeglich.
Das Tracking dauert etwa eine bis zwei Stunden und kostet 50 USD fuer Auslaender. Die beste Zeit ist der fruehe Morgen oder spaete Nachmittag, wenn die Tiere aktiv grasen.
Auswilderung und Zukunft -- Historischer Meilenstein 2025
2025 wurde ein historischer Meilenstein in Ugandas Nashornschutz erreicht: Zum ersten Mal seit den 1980er Jahren leben wieder Nashoerner in freien Schutzgebieten ausserhalb des Ziwa Sanctuaries. Vier Tiere wurden in das Ajai Wildlife Reserve umgesiedelt, vier weitere in den Kidepo Valley National Park. Damit hat Uganda bewiesen, dass die Wiederansiedlung ausgerotteter Grosssaeuger moeglich ist.
Die Gesamtpopulation ist auf 61 Tiere gewachsen (2025): 51 in Ziwa, 4 in Ajai, 4 in Kidepo und 2 in der Uganda Wildlife Education Conservation (UWEC) in Entebbe. Die Population hat sich seit dem Start (17 Tiere) mehr als verdreifacht und zeigt eine kontinuierliche Wachstumskurve: 17 -- 22 -- 35 -- 43 -- 59 -- 61.
Der naechste Schritt ist noch ambitionierter: Gemaess dem National Rhino Strategic Plan ist die Wiederansiedlung des Schwarznashorns (Spitzmaulnashorn) in Uganda geplant -- eine Art, die historisch ebenfalls im Land vorkam und die noch bedrohter ist als das Breitmaulnashorn.
Die Auswilderung erforderte jahrelange Vorbereitung. Die Tiere mussten schrittweise an ein Leben mit weniger menschlichem Schutz gewoehnt werden, waehrend Anti-Wilderei-Einheiten in den Zielgebieten aufgebaut wurden. Uganda ist damit eines der wenigen Laender Afrikas, das eine vollstaendig ausgerottete Grosstierart erfolgreich in ihre historischen Lebensraeume zurueckgebracht hat. (Quelle: MTWA Statistical Abstract 2025)
Praktische Informationen fuer den Besuch
Das Ziwa Rhino Sanctuary ist taeglich von 7 bis 18 Uhr geoeffnet. Fuer das Rhino Tracking wird eine Voranmeldung empfohlen, ist aber nicht zwingend erforderlich.
Anreise: Von Kampala aus etwa 2,5 bis 3 Stunden Fahrt Richtung Norden auf der Strasse nach Masindi und Murchison Falls. Das Sanctuary liegt direkt an der Hauptstrasse und ist gut ausgeschildert.
Kosten: Rhino Tracking 50 USD (Auslaender), 30.000 UGX (Ugander). Uebernachtung in der Sanctuary-Lodge ab 80 USD pro Person. Camping ist ebenfalls moeglich.
Kombination: Ziwa liegt ideal auf dem Weg nach Murchison Falls. Die meisten Reiserouten kombinieren einen Rhino-Tracking-Stopp am Vormittag mit der Weiterfahrt nach Murchison am Nachmittag. So kann man das fuenfte Big-Five-Mitglied in die Safari integrieren.
Neben den Nashornern beherbergt Ziwa auch Buschboecke, Oribis, Shoebill Storks (Schuhschnabel) und ueber 300 Vogelarten. Naturwanderungen und Vogelbeobachtung sind weitere Aktivitaeten.
Vom Aussterben und Zurückkommen
Die Geschichte des Nashorns in Uganda ist eine Geschichte von Verlust und Wiederaufbau. Noch in den 1960er Jahren lebten sowohl Breit- als auch Spitzmaulnashörner in Ugandas Savannen. Während der Diktatur Idi Amins und der folgenden politischen Instabilität wurden die letzten Tiere gewildert. Bis Mitte der 1980er Jahre war das Nashorn in Uganda ausgerottet.
Dieses Schicksal teilte Uganda mit vielen afrikanischen Ländern, in denen die Nashorn-Wilderei in den 1970er und 1980er Jahren epidemische Ausmaße annahm. Nashornhorn wurde auf dem Schwarzmarkt – insbesondere in Asien – zu hohen Preisen gehandelt, obwohl es aus Keratin besteht und keinen medizinischen Wert hat.
2005 begann ein Wiederansiedlungsprojekt: Das Ziwa Rhino Sanctuary wurde auf privatem Land nördlich von Kampala eingerichtet. Sechs Südliche Breitmaulnashörner aus Kenia und dem Zoo von Disney's Animal Kingdom bildeten den Grundstock der neuen Population.
Die Reintegration des Nashorns in Uganda ist damit nicht nur eine naturschutzbiologische Leistung, sondern spiegelt auch den institutionellen Wiederaufbau des ugandischen Wildschutzsystems wider, das heute von der Uganda Wildlife Authority (UWA) getragen wird.
Das Ziwa Rhino Sanctuary
Ziwa liegt nördlich von Kampala an der Straße nach Murchison Falls und ist bis heute die zentrale Aufzucht- und Schutzstätte für Ugandas Nashörner.
Das Ziwa Rhino Sanctuary liegt im Nakasongola District, etwa 170 Kilometer nördlich von Kampala, direkt an der Straße nach Murchison Falls. Diese Lage macht es zu einem naheliegenden Zwischenstopp für Reisende auf dem Weg zum größten Nationalpark Ugandas. Verwaltet wird das Sanctuary gemeinsam von Rhino Fund Uganda und der Uganda Wildlife Authority (UWA).
Die Schutzzone wird rund um die Uhr von Rangern bewacht. Jedes Tier wird engmaschig überwacht – eine aufwändige, aber notwendige Maßnahme, um die Nashörner vor Wilderei zu schützen.
Das besondere Erlebnis in Ziwa ist das sogenannte Walking with Rhinos: Begleitet von einem erfahrenen Ranger nähert man sich den Tieren zu Fuß bis auf wenige Meter, ohne Fahrzeug oder Zaun dazwischen. Ranger kennen die einzelnen Tiere und ihr Verhalten genau und erklären während des Treks Sozialstruktur und Schutzmaßnahmen. Die Trecks dauern in der Regel ein bis zwei Stunden und sind für durchschnittlich fitte Reisende geeignet; Gruppen werden auf maximal 8 bis 10 Personen begrenzt.
Das Tracking kostet für ausländische Besucher 50 US-Dollar (Stand MTWA Statistical Abstract 2025). 2025 lebten 51 der insgesamt 61 ugandischen Nashörner in Ziwa – damit ist das Sanctuary weiterhin die mit Abstand größte Teilpopulation und die Basis für alle weiteren Auswilderungen.
Auswilderung und Zukunft – Historischer Meilenstein 2025
2025 wurden erstmals seit Jahrzehnten Nashörner aus Ziwa in freie Schutzgebiete ausgewildert – vier nach Ajai, vier nach Kidepo –, während die Gesamtpopulation auf 61 Tiere anwuchs.
2025 wurde ein Meilenstein in Ugandas Nashornschutz erreicht: Erstmals seit den 1980er Jahren leben wieder Nashörner in freien Schutzgebieten außerhalb des Ziwa Sanctuary. Vier Tiere wurden in das Ajai Wildlife Reserve umgesiedelt, vier weitere in den Kidepo Valley National Park.
Die Gesamtpopulation ist damit auf 61 Tiere gewachsen: 51 in Ziwa, 4 in Ajai, 4 in Kidepo und 2 in der Uganda Wildlife Education Centre (UWEC) in Entebbe. Seit dem Start mit 17 Tieren hat sich der Bestand über die Zwischenschritte 22, 35, 43 und 59 auf 61 Tiere entwickelt (MTWA Statistical Abstract 2025).
Uganda ist damit das erste Land der Region, das Nashörner erfolgreich zurück in ihre historischen Lebensräume gebracht hat. Die Auswilderung erforderte jahrelange Vorbereitung: Die Tiere mussten schrittweise an ein Leben mit weniger direktem menschlichem Schutz gewöhnt werden, während gleichzeitig Anti-Wilderei-Strukturen in den Zielgebieten aufgebaut wurden.
Der nächste Schritt ist bereits geplant: Gemäß dem National Rhino Strategic Plan soll künftig auch das Schwarznashorn (Spitzmaulnashorn) wiederangesiedelt werden – eine Art, die historisch ebenfalls in Uganda vorkam und heute als noch stärker gefährdet gilt.
Warum diese Reintroduktion global Bedeutung hat
Die Rückkehr der Nashörner nach Kidepo und Ajai zeigt beispielhaft, dass die Wiederansiedlung ausgerotteter Arten gelingen kann, wenn politischer Wille, institutionelle Kapazität und internationales Artenschutzrecht zusammenwirken.
Die Rückkehr der Nashörner nach Kidepo und Ajai ist nicht nur ein ugandisches Ereignis – sie hat auch über die Landesgrenzen hinaus Signalwirkung für den Artenschutz auf dem afrikanischen Kontinent. Uganda zeigt, dass es möglich ist, ausgerottete Arten in ihren historischen Lebensraum zurückzubringen, wenn politischer Wille, institutionelle Kapazitäten und lokale Unterstützung zusammenkommen.
Das internationale Artenschutzrecht spielt dabei eine zentrale Rolle: Als Vertragspartei des Washingtoner Artenschutzabkommens (CITES) unterstützt Uganda den strikten Schutz nach Anhang I, der jeden kommerziellen Export von Nashornprodukten verbietet. Ergänzend wurde 2025 erstmals ein spezieller Wildlife Crime Court besetzt, der für eine konsequentere Strafverfolgung bei Wilderei- und Artenschutzdelikten sorgt.
Diese Kombination aus Zucht-, Auswilderungs- und Rechtsdurchsetzungsmaßnahmen macht das ugandische Nashornprogramm zu einem der wenigen dokumentierten Beispiele weltweit, bei dem eine in einem Land vollständig ausgerottete Großsäugetierart erfolgreich in ihre ursprünglichen Lebensräume zurückgeführt wurde.
Praktische Informationen für den Besuch
Das Ziwa Rhino Sanctuary ist täglich geöffnet und lässt sich gut mit einer Weiterfahrt nach Murchison Falls kombinieren; das Tracking zu Fuß ist bislang nur dort möglich.
Das Ziwa Rhino Sanctuary ist täglich von 7 bis 18 Uhr geöffnet. Für das Rhino Tracking wird eine Voranmeldung empfohlen, ist aber nicht zwingend erforderlich.
Anreise: Von Kampala aus etwa 2,5 bis 3 Stunden Fahrt Richtung Norden auf der Straße nach Masindi und Murchison Falls. Das Sanctuary liegt direkt an der Hauptstraße und ist gut ausgeschildert.
Das Rhino Tracking kostet 50 US-Dollar für ausländische Besucher. Ziwa liegt auf dem Weg nach Murchison Falls; viele Reiserouten kombinieren einen Tracking-Stopp am Vormittag mit der Weiterfahrt in den Nationalpark am Nachmittag.
Neben den Nashörnern beherbergt Ziwa auch Buschböcke, Oribis, Schuhschnäbel und zahlreiche weitere Vogelarten. Naturwanderungen und Vogelbeobachtung sind weitere Aktivitäten vor Ort. Seit 2025 lassen sich Nashörner zusätzlich – allerdings ohne Tracking zu Fuß – im Ajai Wildlife Reserve und im Kidepo Valley National Park beobachten.
Das Breitmaulnashorn im Ziwa Rhino Sanctuary
Das Breitmaulnashorn (Ceratotherium simum) gliedert sich in zwei Unterarten: das Südliche und das Nördliche Breitmaulnashorn. Im Ziwa Rhino Sanctuary lebt ausschließlich die südliche Unterart, Ceratotherium simum simum. Sie unterscheidet sich damit deutlich von der nördlichen Unterart, die historisch ebenfalls in Teilen Afrikas vorkam, in Uganda jedoch nicht überlebt hat.
Die Tiere im Sanctuary stammen ursprünglich aus Kenia und aus zoologischen Einrichtungen im Ausland. Sie bildeten ab 2005 den Grundstock für den Wiederaufbau einer Nashornpopulation in Uganda, nachdem im Land selbst über Jahrzehnte keine wildlebenden Nashörner mehr existierten.
Südliche Breitmaulnashörner sind reine Pflanzenfresser. Ihr breites, flaches Maul ist optimal an das Grasen auf offenen Savannenflächen angepasst — daher der Name der Art. Mehr zum Nashorn als Art findest du im Nashorn-Portrait.
Warum es keine wildlebenden Nashörner mehr in Uganda gibt
Sowohl das Spitzmaulnashorn als auch die nördliche Unterart des Breitmaulnashorns wurden in Uganda seit Mitte der 1980er-Jahre durch Wilderei vollständig ausgerottet; das Ziwa Rhino Sanctuary entstand als direkte Reaktion darauf.
Noch in den 1960er-Jahren lebten sowohl Breitmaul- als auch Spitzmaulnashörner in Ugandas Savannen. Während der politisch instabilen Jahrzehnte danach nahm die Wilderei stark zu. Bis Mitte der 1980er-Jahre waren sowohl das Spitzmaulnashorn als auch die nördliche Unterart des Breitmaulnashorns in Uganda vollständig ausgerottet.
Dieses Schicksal teilte Uganda mit vielen afrikanischen Ländern, in denen die Nashorn-Wilderei in den 1970er- und 1980er-Jahren stark zunahm. Nashornhorn wurde auf dem Schwarzmarkt zu hohen Preisen gehandelt, obwohl es aus Keratin besteht und keinen medizinischen Wert hat.
Als Reaktion auf diese vollständige Ausrottung wurde 2005 das Ziwa Rhino Sanctuary gegründet — mit dem Ziel, über die südliche Unterart des Breitmaulnashorns wieder eine Population in Uganda aufzubauen. Das Sanctuary ist der zentrale Standort, an dem Nashörner in Uganda dauerhaft und unter direktem Schutz leben. Mehr zur Wiederansiedlung liest du unter Rückkehr des Nashorns nach Uganda und zu weiteren Auswilderungsschritten unter Nashörner in Kidepo 2025: Ein historischer Meilenstein.
Population und Bestand im Ziwa Rhino Sanctuary
Die Population der Südlichen Breitmaulnashörner im Ziwa Rhino Sanctuary wächst seit der Gründung 2005 stetig; eine aktuell verifizierte Zahl über den bisherigen Seitenstand hinaus liegt derzeit nicht vor.
Die Breitmaulnashorn-Population im Ziwa Rhino Sanctuary wächst seit der Gründung 2005 stetig. Von den sechs ursprünglichen Tieren aus Kenia und ausländischen zoologischen Einrichtungen ist die Population im Sanctuary über die Jahre kontinuierlich angewachsen.
Der zuletzt auf dieser Seite dokumentierte Stand lag bei 51 Südlichen Breitmaulnashörnern im Ziwa Rhino Sanctuary, eingebettet in eine ugandaweite Gesamtpopulation von 61 Tieren, zu der auch kleinere Bestände im Ajai Wildlife Reserve, im Kidepo Valley National Park und in der Uganda Wildlife Education Conservation (UWEC) in Entebbe gehören. Diese Zahl ist ein zurückliegender Stand und keine aktuell neu verifizierte Angabe dieser Überarbeitung — eine genauere, aktuellere Zahl liegt derzeit nicht vor.
Jedes Tier im Sanctuary wird täglich von Rangern zu Fuß überwacht. Diese engmaschige Betreuung ist ein zentraler Grund für das stetige Populationswachstum und den Schutz vor Wilderei. Mehr zu den Schutzmaßnahmen liest du unter Anti-Wilderei-Schutz der UWA.
Das Ziwa Rhino Sanctuary besuchen
Das Ziwa Rhino Sanctuary liegt an der Straße nach Murchison Falls und bietet Rhino Tracking zu Fuß.
Das Ziwa Rhino Sanctuary liegt etwa 170 Kilometer nördlich von Kampala, direkt an der Straße nach Murchison Falls. Diese Lage macht es zu einem naheliegenden Zwischenstopp für Reisende auf dem Weg zum Nationalpark.
Das Rhino Tracking zu Fuß ist in Uganda hier möglich: Begleitet von einem bewaffneten Ranger und einem Guide nähert man sich den Südlichen Breitmaulnashörnern auf bis zu 30 Meter. Das Tracking dauert etwa ein bis zwei Stunden.
Neben den Nashörnern beherbergt das Sanctuary auch Buschböcke, Oribis, Schuhschnäbel und über 300 Vogelarten. Naturwanderungen und Vogelbeobachtung ergänzen den Besuch.
Welche Nashornart lebt in Uganda?
Uganda beherbergt aktuell nur eine Nashornart: das Südliche Breitmaulnashorn. Diese Unterart ist deutlich größer und schwerer als das Spitzmaulnashorn, lebt bevorzugt in reiner Grasflur und weidet Gräser – dadurch ist sie leichter zu beobachten als das buschlebende Spitzmaulnashorn.
Historisch kamen in Uganda auch das Spitzmaulnashorn und die nördliche Unterart des Breitmaulnashorns vor. Beide gelten seit Mitte der 1980er-Jahre als in Uganda vollständig ausgerottet, nachdem politische Instabilität und massive Wilderei die Bestände vernichtet hatten.
Alle heute in Uganda lebenden Tiere gehen auf ein Wiederansiedlungsprogramm zurück, das im Ziwa Rhino Sanctuary gestartet wurde.
Wie viele Nashörner gibt es 2025 in Uganda und wo leben sie?
2025 lebten in Uganda 61 Südliche Breitmaulnashörner, verteilt auf Ziwa Rhino Sanctuary (51), Ajai Wildlife Reserve (4), Kidepo Valley National Park (4) und UWEC Entebbe (2).
Die Population hat sich seit dem Start des Zuchtprogramms mehr als verdreifacht. Die Entwicklung verlief in folgenden Schritten: 17 Tiere zu Beginn, dann 22, 35, 43, 59 und schließlich 61 Tiere im Jahr 2025 (Datenstand: MTWA Statistical Abstract 2025).
StandortAnzahl Tiere (2025)Besonderheit
Ziwa Rhino Sanctuary51Zucht- und Hauptstandort seit 2005
Ajai Wildlife Reserve4Erstmalige Auswilderung 2025
Kidepo Valley National Park4Erstmalige Auswilderung 2025
UWEC Entebbe2Zoo-Haltung
Die Auswilderung nach Ajai und Kidepo war 2025 ein wichtiger Schritt: Erstmals seit Jahrzehnten leben wieder Nashörner in freien Schutzgebieten außerhalb des eingezäunten Sanctuary. Details zur Vorbereitung und zum Ablauf dieser Auswilderungen sowie zur Geschichte der Wiederansiedlung finden sich auf den vertiefenden Themenseiten.
Wo kann man Nashörner in Uganda beobachten?
Fußtracking ist ausschließlich im Ziwa Rhino Sanctuary möglich; seit 2025 gibt es zusätzlich kleine, freilebende Gruppen im Ajai Wildlife Reserve und im Kidepo Valley National Park.
Das Ziwa Rhino Sanctuary, eine eingezäunte, rund 7.000 Hektar große Fläche östlich von Masindi, ist der einzige Ort in Uganda, an dem Besucher Nashörner zu Fuß tracken können. Das Sanctuary wurde 2005 im Beisein von Präsident Museveni eröffnet und liegt auf dem Weg zum Murchison Falls National Park – ein beliebter Zwischenstopp für Reisende.
Seit 2025 leben zusätzlich kleine, neu ausgewilderte Gruppen im Ajai Wildlife Reserve und im Kidepo Valley National Park. Diese Tiere leben in freier Wildbahn mit deutlich weniger menschlicher Betreuung als im Sanctuary; ein reguläres Besucherangebot wie das Fußtracking in Ziwa besteht dort nicht in gleicher Form.
Details zu Standort, Anfahrt und Buchung des Trackings im Ziwa Rhino Sanctuary sowie zur Auswilderung im Kidepo Valley National Park sind auf den jeweiligen Standortseiten beschrieben.
Wie kam es zur Wiederansiedlung des Nashorns in Uganda?
Nachdem Uganda in den 1980er-Jahren alle Nashörner durch Wilderei verlor, startete 2005 im Ziwa Rhino Sanctuary ein Zuchtprogramm, das die heutige Population begründete.
Die Ausrottung der ugandischen Nashornbestände in den 1980er-Jahren war Teil eines größeren Musters: In vielen afrikanischen Ländern führte Wilderei in den 1970er und 1980er Jahren zu drastischen Bestandseinbrüchen bei Nashörnern.
2005 begann mit der Gründung des Ziwa Rhino Sanctuary die Wiederansiedlung des Südlichen Breitmaulnashorns in Uganda. Die eingezäunte Fläche bot den Tieren geschützte Bedingungen für Zucht und Aufzucht. Aus diesem Grundstock ist die heutige Population von 61 Tieren (2025) hervorgegangen.
Als nächster Schritt ist laut National Rhino Strategic Plan die Wiederansiedlung des Schwarznashorns (Spitzmaulnashorn) in Uganda geplant – einer Art, die historisch ebenfalls im Land vorkam. Die ausführliche Geschichte der Ausrottung und Wiederansiedlung ist auf einer eigenen Themenseite dokumentiert.
Was ist ein Breitmaulnashorn und welche Unterarten gibt es?
Das Breitmaulnashorn (Ceratotherium simum) ist eine von zwei afrikanischen Nashornarten und gliedert sich in eine nördliche und eine südliche Unterart; in Uganda lebt heute nur noch die südliche Unterart im Ziwa Rhino Sanctuary.
Das Breitmaulnashorn trägt seinen Namen wegen seines charakteristischen breiten, flachen Mauls, das ideal zum Abgrasen von Gräsern geeignet ist. Damit unterscheidet es sich deutlich vom Spitzmaulnashorn, das ein spitz zulaufendes, greiffähiges Maul besitzt und bevorzugt Blätter und Zweige von Büschen frisst.
Innerhalb der Art wird zwischen zwei Unterarten unterschieden: dem Nördlichen Breitmaulnashorn und dem Südlichen Breitmaulnashorn (Ceratotherium simum simum). Beide Unterarten kamen historisch auch in Uganda vor, wurden jedoch unterschiedlich stark von Wilderei betroffen. Das Spitzmaulnashorn sowie die nördliche Unterart des Breitmaulnashorns gelten seit Mitte der 1980er-Jahre in Uganda als vollständig ausgerottet und sind im Land heute nicht mehr vertreten.
Die einzige in Uganda lebende Nashorn-Unterart ist das Südliche Breitmaulnashorn (Ceratotherium simum simum). Diese Tiere wurden ab 2005 im Rahmen des oben beschriebenen Wiederansiedlungsprojekts im Ziwa Rhino Sanctuary angesiedelt. Wie im vorherigen Abschnitt beschrieben, ist die Population dort auf 51 Tiere (Stand 2025) gewachsen und bildet zusammen mit den ausgewilderten Gruppen in Ajai und Kidepo sowie den Tieren in der UWEC die gesamte ugandische Population von 61 Tieren.
Breitmaulnashörner sind reine Pflanzenfresser, die in Gruppen oder einzeln auf Graslandschaften leben. Sie zählen neben Elefant, Löwe, Leopard und Büffel zu den „Big Five“ der afrikanischen Safari-Tierwelt.
Unser Partner vor Ort
Misty Gorilla Expeditions
Unser Partner vor Ort organisiert massgeschneiderte Uganda-Reisen mit persoenlicher Betreuung, erfahrenen Guides und lokaler Expertise.
Haeufig gestellte Fragen
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Redaktion Reiseziel Uganda
Ein Projekt von Hope on the Road gGmbH -- mit lokaler Expertise aus Uganda und regelmaessiger Recherche vor Ort. Alle Inhalte werden von unserem Redaktionsteam mit Unterstuetzung lokaler Guides und Reiseveranstalter erstellt und geprueft.
Zuletzt aktualisiert: Juni 2026 | Quellen werden am Ende jedes Artikels angegeben