Kurzantwort
Uganda besitzt zehn Nationalparks, die zusammen zu den artenreichsten Schutzgebieten Afrikas gehoeren. Von den nebelverhangenen Bergwaeldern Bwindis ueber die weite Savanne des Kidepo Valley bis zu den Gletschern der Rwenzori Mountains -- jeder Park bietet ein voellig eigenes Naturerlebnis. Gorilla Trekking, Schimpansen-Beobachtung, klassische Big-Five-Safari und spektakulaere Wanderungen lassen sich auf einer einzigen Reise verbinden.
Fakten auf einen Blick
- Anzahl Nationalparks
- 10
- Gesamtflaeche
- Ueber 11.000 km2
- Verwaltung
- Uganda Wildlife Authority (UWA)
- Berggorilla-Population
- ~459 Tiere (Bwindi & Mgahinga)
- Vogelarten landesweit
- Ueber 1.090
- UNESCO-Welterbe
- Bwindi & Rwenzori Mountains
- Safari-Highlights
- Gorillas, Schimpansen, Baumloewen, Schuhschnabel
- Beste Reisezeit
- Juni-September und Dezember-Februar
Warum Uganda das beste Safari-Land Ostafrikas ist
Uganda wird oft als die "Perle Afrikas" bezeichnet -- ein Titel, den Winston Churchill dem Land nach seinem Besuch im Jahr 1907 gab. Und tatsaechlich: Kein anderes Land in Ostafrika bietet auf so kompakter Flaeche eine vergleichbare Vielfalt an Landschaften und Tierwelt. Zehn Nationalparks schuetzen Lebensraeume, die von tropischem Regenwald ueber Baumsavanne und Feuchtgebiete bis hin zu Hochgebirgsgletschern reichen.
Was Uganda von den klassischen Safari-Destinationen wie Kenia oder Tansania unterscheidet, ist die einzigartige Kombination aus Primaten-Erlebnissen und klassischer Grosswildsafari. Nirgendwo sonst auf der Welt kann man Berggorillas und Schimpansen in freier Wildbahn beobachten und auf derselben Reise Loewen, Elefanten und Flusspferde sehen. Dazu kommen ueber 1.090 Vogelarten -- mehr als in jedem anderen afrikanischen Land.
Die ugandischen Nationalparks sind dabei deutlich weniger besucht als die Parks in den Nachbarlaendern. Waehrend die Serengeti und die Masai Mara jaehrlich Hunderttausende Touristen empfangen, bleiben Ugandas Schutzgebiete angenehm ruhig. Eine Pirschfahrt im Kidepo Valley oder eine Bootsfahrt auf dem Kazinga-Kanal fuehlt sich oft an wie ein exklusives Privateerlebnis. Gleichzeitig ist die touristische Infrastruktur in den letzten Jahren erheblich gewachsen: Neue Lodges, verbesserte Strassen und zuverlaessige Inlandsfluege machen die Reiseplanung komfortabler denn je.
1. Bwindi Impenetrable National Park -- Das Gorilla-Heiligtum
Der Bwindi Impenetrable National Park im Suedwesten Ugandas ist ohne Uebertreibung einer der aussergewoehnlichsten Orte der Erde. Auf 331 Quadratkilometern erstreckt sich ein uralter, dichter Bergregenwald, der seit mindestens 25.000 Jahren ununterbrochen besteht -- einer der aeltesten Waelder Afrikas. Seit 1994 gehoert Bwindi zum UNESCO-Welterbe.
Das absolute Highlight ist das Gorilla Trekking. Rund 459 Berggorillas leben hier, verteilt auf etwa 22 habituierte Familien in vier Sektoren: Buhoma, Ruhija, Rushaga und Nkuringo. Ein Gorilla-Permit kostet 800 USD und garantiert eine Stunde in unmittelbarer Naehe der sanften Riesen. Die Wanderung durch den undurchdringlichen Wald dauert zwischen zwei und sechs Stunden -- je nachdem, wo sich die Familie gerade aufhaelt. Der Moment, in dem man dem Blick eines Silberrueckens begegnet, gehoert zu den intensivsten Erfahrungen, die man als Reisender machen kann.
Neben den Gorillas beherbergt Bwindi ueber 350 Vogelarten, darunter 23 endemische Albertine-Rift-Arten, sowie weitere Primaten wie Stummelaffen und die seltene L'Hoest-Meerkatze. Die Unterkuenfte reichen von einfachen Lodges bis zur luxurioesen Clouds Mountain Gorilla Lodge. Die beste Reisezeit sind die Trockenmonate Juni bis September und Dezember bis Februar, wobei Trekking ganzjaehrig moeglich ist.
Nashorn grast friedlich im Ziwa Rhino Sanctuary Uganda
Elefant erkundet Thatched Lodge im Queen Elizabeth Nationalpark
2. Queen Elizabeth National Park -- Afrikas vielfaeltigster Park
Der Queen Elizabeth National Park ist mit 1.978 Quadratkilometern der meistbesuchte Nationalpark Ugandas und vereint eine beinahe unglaubliche Vielfalt an Lebensraeumen. Offene Savanne, tropischer Regenwald, Kraterseen, Feuchtgebiete und der legendaere Kazinga-Kanal bilden ein Mosaik, das 95 Saeugetierarten und ueber 600 Vogelarten beheimatet.
Die Bootsfahrt auf dem Kazinga-Kanal ist ein absolutes Muss. Der 32 Kilometer lange natuerliche Kanal verbindet den Lake Edward mit dem Lake George, und an seinen Ufern draengen sich Flusspferde, Bueffel, Elefanten und unzaehlige Wasservoegel. Die zweistuendige Nachmittagstour ab der Mweya-Halbinsel gehoert zu den besten Wildtiererlebnissen in ganz Ostafrika.
Im suedlichen Ishasha-Sektor warten die beruehmten baumkletternden Loewen. Im Gegensatz zu normalen Loewen verbringen diese Tiere einen Grossteil des Tages in den Aesten grosser Feigenbaeume. Wissenschaftler vermuten, dass sie sich so vor Insekten schuetzen und den kuehlenden Wind in der Hoehe geniessen. Dieses Verhalten ist weltweit fast einzigartig -- nur im Lake-Manyara-Park in Tansania wurde es aehnlich beobachtet.
Der Park bietet zudem Schimpansen-Trekking in der spektakulaeren Kyambura Gorge, einer 100 Meter tiefen Schlucht mitten in der Savanne. Der Eintritt liegt bei 40 USD pro Tag, die beste Reisezeit ist Juni bis September und Dezember bis Februar.
Giraffe im Murchison Falls Park schaut direkt in die Kamera
Giraffe in freier Wildbahn – Murchison Falls
3. Murchison Falls National Park -- Die Kraft des Nils
Der Murchison Falls National Park ist mit 3.893 Quadratkilometern der groesste Nationalpark Ugandas und traegt seinen Namen von dem gewaltigsten Wasserfall Ostafrikas. An den Murchison Falls presst sich der gesamte Nil durch eine nur sieben Meter breite Felsspalte und stuerzt 43 Meter in die Tiefe. Die schiere Kraft des Wassers ist atemberaubend und laesst den Boden vibrieren.
Der Park teilt sich in zwei Haelften: Die noerdliche Seite bietet klassische Savannensafari mit Elefanten, Giraffen, Bueffeln und Loewen. Die suedliche Seite ist dichter bewaldet. Eine Bootstraour auf dem Nil vom Paraa-Anleger bis zum Fuss der Faelle gehoert zu den unvergesslichsten Erlebnissen Ugandas. Am Ufer sonnen sich riesige Krokodile, Flusspferde tauchen neben dem Boot auf, und Schreiseeadler kreisen ueber dem Wasser.
Im angrenzenden Budongo Forest lebt eine der groessten Schimpansenpopulationen Ugandas. Das Kaniyo-Pabidi-Schimpansen-Trekking laesst sich ideal mit der Safari kombinieren. Auch das Ziwa Rhino Sanctuary an der Zufahrtstrasse zum Park ist einen Stopp wert -- hier sieht man die einzigen wilden Nashoerner Ugandas.
Der Eintritt kostet 40 USD pro Tag. Die Bootfahrt zu den Faellen kostet zusaetzlich 30 USD. Die beste Reisezeit ist Dezember bis Februar und Juni bis September, wobei die Faelle in der Regenzeit besonders maechtig sind.
Mountain Gorilla Peering Through Dense Forest Foliage
4. Kibale Forest National Park -- Hauptstadt der Primaten
Der Kibale Forest National Park wird zu Recht als "Primate Capital of the World" bezeichnet. In dem 795 Quadratkilometer grossen tropischen Regenwald leben 13 verschiedene Primatenarten -- die hoechste Primatendichte aller Nationalparks weltweit. Star der Show sind die rund 1.500 Schimpansen, die hier in mehreren habituierten Gruppen leben.
Das Schimpansen-Trekking startet taeglich um 8 Uhr und 14 Uhr am Kanyanchu-Besucherzentrum. Die Erfolgsquote liegt bei ueber 95 Prozent. Ein Permit kostet 200 USD fuer das regulaere Trekking und 250 USD fuer die ganztaegige Habituierungserfahrung, bei der man die Tiere bis zu vier Stunden begleiten kann. Der Moment, in dem man eine Schimpansengruppe beim geselligen Lausen oder bei einer lautstarken Begruessung beobachtet, ist unvergesslich.
Neben den Schimpansen begegnet man hier Rotschwanzmeerkatzen, Schwarzweissen und Roten Stummelaffen, Grauwangenmangaben, Olivpavianen und mit etwas Glueck der seltenen L'Hoest-Meerkatze. Der Park ist zudem ein hervorragendes Birding-Ziel mit ueber 375 Vogelarten, darunter der Afrikanische Gruenbreitschnabel.
Kibale liegt in der Naehe von Fort Portal, einer charmanten Stadt am Fuss der Rwenzori Mountains. Die Kombination aus Schimpansen-Trekking in Kibale und Gorilla-Trekking in Bwindi ist eine der beliebtesten Reiserouten Ugandas.
5. Kidepo Valley National Park -- Ugandas wilde Seele
Der Kidepo Valley National Park im aeussersten Nordosten Ugandas ist das bestgehuerete Geheimnis des Landes. Viele Safari-Kenner bezeichnen ihn als den schoensten Nationalpark Ostafrikas -- und wer ihn besucht, versteht sofort warum. Die weite, trockene Savanne, eingerahmt von den Narus- und Kidepo-Taelern und ueberragt von zerkluefreten Bergketten, erinnert an die Serengeti der 1950er Jahre -- nur ohne die Touristenmassen.
Mit 1.442 Quadratkilometern bietet Kidepo eine bemerkenswerte Artenvielfalt. Ueber 77 Saeugetierarten leben hier, darunter viele, die sonst nirgends in Uganda vorkommen: Geparden, Erdferkel, Karakal, Grosser Kudu und Strauss. Die Loewenpopulation ist stark und gut sichtbar. Herden von bis zu 1.000 Bueffeln durchstreifen die Ebenen, und Elefanten wandern zwischen Uganda und dem Suedsudan.
Die Abgeschiedenheit des Parks -- 12 Stunden Fahrt oder ein Inlandsflug von Kampala -- ist zugleich sein groesster Nachteil und sein groessster Vorteil. Wer die Reise auf sich nimmt, wird mit einer Safari belohnt, die sich anfuehlt wie eine Zeitreise. Die lokale Karamojong-Kultur mit ihren halbnomadischen Hirten und traditionellen Zeremonien bereichert das Erlebnis um eine kulturelle Dimension, die in vielen anderen Parks fehlt.
Der Eintritt betraegt 40 USD pro Tag. Die beste Reisezeit ist Dezember bis Maerz, wenn die Tiere sich an den verbleibenden Wasserquellen im Narus-Tal versammeln.
6. Mount Elgon National Park -- Der Vulkan mit der groessten Caldera
Der Mount Elgon an der Grenze zu Kenia ist mit 4.321 Metern der vierthoechste Berg Afrikas und besitzt die groesste intakte vulkanische Caldera des Kontinents. Der Krater misst acht Kilometer im Durchmesser und bietet eine surreale Hochgebirgslandschaft mit heissen Quellen, Senecien-Waeldern und einem saisonalen See.
Der Nationalpark ist ein hervorragendes Trekkingziel abseits der Massen. Waehrend die Rwenzori Mountains eine ernsthafte Bergexpedition erfordern, ist der Wagagai-Gipfel des Mount Elgon auch fuer ambitionierte Wanderer ohne Hochgebirgserfahrung erreichbar. Die gaengigste Route dauert vier bis fuenf Tage und fuehrt durch fuenf verschiedene Vegetationszonen -- von tropischem Regenwald ueber Bambusdickicht und Heidekraut bis zur alpinen Moorlandschaft.
Das Highlight fuer Tagesbesucher sind die Sipi Falls, eine Kaskade von drei Wasserfaellen am Westabfall des Berges. Der hoechste Wasserfall stuerzt 100 Meter in die Tiefe und bietet einen spektakulaeren Blick ueber die Ebenen des oestlichen Uganda. Die Region um Sipi ist zudem eines der besten Kaffee-Anbaugebiete Ugandas, und Kaffeetouren lassen sich wunderbar mit der Wanderung verbinden.
Besondere Bewohner des Parks sind die seltenen Elgon-Stummelaffen, Buschboecke und ueber 300 Vogelarten. Der Eintritt kostet 35 USD pro Tag.
7. Lake Mburo National Park -- Klein, aber voller Ueberraschungen
Der Lake Mburo National Park ist mit 370 Quadratkilometern einer der kleinsten Nationalparks Ugandas, aber gerade seine kompakte Groesse macht ihn besonders reizvoll. Nur dreieinhalb Stunden von Kampala entfernt, eignet er sich perfekt als erster oder letzter Stopp einer Uganda-Reise. Der Park ist der einzige Ort in Sueduganda, wo man Steppenzebras und Elenantilopen in freier Wildbahn beobachten kann.
Der namensgebende Lake Mburo und vier weitere Seen praegen die Landschaft aus Akaziensavanne, Feuchtgebieten und bewaldeten Huegeln. Eine Bootsfahrt auf dem See bei Sonnenuntergang, umgeben von Flusspferden und Pelikanen, ist ein magisches Erlebnis. Lake Mburo ist zudem einer der wenigen Parks in Uganda, in dem man gefuehrte Wandersafaris und Reitausflüge unternehmen kann -- eine willkommene Abwechslung nach tagelangem Sitzen im Safari-Fahrzeug.
Die Tierwelt umfasst Zebras, Impalas, Elenantilopen, Bueffel, Flusspferde, Krokodile, Topis und den seltenen Leoparden. Loewen und Elefanten fehlen allerdings. Dafuer ist Lake Mburo ein exzellenter Birding-Spot mit ueber 350 Vogelarten. Der Park ist auch der zuverlaessigste Ort in Uganda, um den Afrikanischen Finkenfischer zu sehen.
Der Eintritt betraegt 40 USD pro Tag. Lake Mburo kann ganzjaehrig besucht werden, die Trockenzeiten bieten jedoch bessere Tierbeobachtungen.
8. Mgahinga Gorilla National Park -- Vulkane und Goldmeerkatzen
Der Mgahinga Gorilla National Park ist mit nur 33,7 Quadratkilometern der kleinste Nationalpark Ugandas, aber seine Lage an den Auslaeufern der Virunga-Vulkane macht ihn zu einem der spektakulaersten. Drei erloschene Vulkane ragen ueber den Park empor: der Muhabura (4.127 m), der Gahinga (3.474 m) und der Sabinyo (3.669 m), an dessen Gipfel die Grenzen von Uganda, Ruanda und der DR Kongo aufeinandertreffen.
Mgahinga bietet Gorilla Trekking mit einer habituierten Familie, der Nyakagezi-Gruppe. Da die Gorillas gelegentlich nach Ruanda oder in den Kongo wandern, ist die Verfuegbarkeit nicht immer garantiert -- ein Vorteil ist jedoch, dass Mgahinga weniger ueberlaufen ist als Bwindi und die Landschaft mit den Vulkankegeln noch dramatischer wirkt.
Das zweite Highlight sind die extrem seltenen Goldmeerkatzen, die nur in den Virunga-Vulkanen vorkommen. Ein Goldmeerkatzen-Tracking kostet 100 USD und bietet die einzigartige Chance, diese endemische Art in ihrem Bambus-Habitat zu beobachten. Nur etwa 5.000 Tiere existieren weltweit.
Fuer Bergsteiger bietet Mgahinga die Besteigung des Mount Sabinyo, eine anspruchsvolle Tour ueber Leitern und steile Grate, die mit dem Erlebnis belohnt wird, gleichzeitig in drei Laendern zu stehen. Der Eintritt kostet 40 USD, ein Gorilla-Permit 800 USD.
9. Semuliki National Park -- Kongos Regenwald in Uganda
Der Semuliki National Park im westlichen Uganda ist ein Stueck zentralafrikanischer Regenwald, das ueber das Albertine Rift nach Ostafrika hineinragt. Mit 220 Quadratkilometern ist er verhaeltnismaessig klein, aber oekologisch von immenser Bedeutung: Semuliki ist die oestlichste Ausdehnung des Ituri-Regenwaldes, des grossen Tieflandregenwaldes des Kongobeckens.
Diese besondere Lage macht Semuliki zu einem Hotspot fuer Arten, die sonst nirgends in Ostafrika vorkommen. Ueber 440 Vogelarten wurden nachgewiesen, darunter der Kongo-Pfau und der Langschopf-Hornvogel. Neun Primatenarten leben hier, inklusive des naechtlichen Potto und des winzigen Demidoff-Galagos. Fuer Birder und Primatenkundler ist Semuliki ein Traumziel.
Die Sempaya Hot Springs sind das bekannteste Merkmal des Parks. An zwei Stellen sprudelt heisses, mineralreiches Wasser aus der Erde -- an der maennlichen Quelle mit Temperaturen von ueber 100 Grad Celsius, eingebettet in dampfenden Regenwald. Ein Rundweg fuehrt durch den Wald zu beiden Quellen. Die lokale Bevoekerung der Bamaga nutzt die Quellen traditionell zum Kochen von Eiern und Kochbananen.
Semuliki ist kein Park fuer klassische Grosswildsafari, sondern fuer Reisende, die das Besondere suchen: unberuehrten Regenwald, seltene Voegel und eine Atmosphaere, die an den tiefen Kongo erinnert. Der Eintritt betraegt 35 USD pro Tag.
10. Rwenzori Mountains National Park -- Die Mondberge
Die Rwenzori Mountains -- die legendaeren "Mountains of the Moon" -- erheben sich im Westen Ugandas bis auf 5.109 Meter und tragen als einziges Gebirge in Ostafrika permanente Gletscher, auch wenn diese durch den Klimawandel rapide schrumpfen. Der Rwenzori Mountains National Park ist seit 1994 UNESCO-Welterbe und bietet eines der anspruchsvollsten und spektakulaersten Trekking-Abenteuer des Kontinents.
Der Margherita Peak auf dem Mount Stanley ist der dritthoechste Punkt Afrikas. Die Besteigung dauert sieben bis neun Tage ueber die Central Circuit Route und fuehrt durch Vegetationszonen, die an eine andere Welt erinnern: bizarre Riesenzsenecien und Lobelien, deren Staemme bis zu sechs Meter hoch werden, moosbewachsene Baeume, die gespenstisch aus dem Nebel ragen, und gletschergespeiste Bergseen von unwirklicher Klarheit.
Auch ohne Gipfelambition bieten die Rwenzoris beeindruckende Tageswanderungen in den unteren Zonen. Die Natur-Wanderung zur Nyakalengija-Basis fuehrt durch dichten Bergwald mit Stummelaffen und endemischen Pflanzen. Die Rwenzori Mountains sind auch die Quelle mehrerer Fluesse, die den Nil speisen.
Das Trekking erfordert gute Fitness und angemessene Ausruestung. Die beste Zeit ist Juni bis August und Dezember bis Februar, wenn die Niederschlaege am geringsten sind. Der Parkeintritt betraegt 35 USD pro Tag, die Trekking-Pakete liegen zwischen 800 und 1.500 USD je nach Route und Dauer.
Eintrittspreise aller Nationalparks im Vergleich
Die Eintrittspreise der ugandischen Nationalparks werden von der Uganda Wildlife Authority (UWA) festgelegt und gelten pro Person und Tag fuer auslaendische Touristen (Stand 2026):
-- Bwindi Impenetrable: 45 USD (Gorilla-Permit separat: 800 USD) -- Queen Elizabeth: 40 USD -- Murchison Falls: 40 USD (Bootstour separat: 30 USD) -- Kibale Forest: 45 USD (Schimpansen-Permit separat: 200 USD) -- Kidepo Valley: 40 USD -- Mount Elgon: 35 USD -- Lake Mburo: 40 USD -- Mgahinga Gorilla: 40 USD (Gorilla-Permit separat: 800 USD) -- Semuliki: 35 USD -- Rwenzori Mountains: 35 USD (Trekking-Paket separat)
Fuer ostafrikanische Staatsbuerger gelten deutlich reduzierte Preise. Kinder unter 5 Jahren haben in den meisten Parks freien Eintritt. Alle Gebuehren koennen sich aendern -- aktuelle Preise stets auf der offiziellen UWA-Website pruefen.
Tipp: Die UWA bietet gelegentlich Kombi-Tickets und Sonderaktionen an, besonders in der Nebensaison (Maerz bis Mai). Es lohnt sich, direkt bei der UWA oder einem lizenzierten Touroperator nachzufragen.
Beste Reisezeit fuer jeden Nationalpark
Uganda liegt am Aequator und hat ein tropisches Klima mit zwei Trockenzeiten und zwei Regenzeiten. Die allgemein beste Reisezeit ist waehrend der Trockenzeiten von Juni bis September und Dezember bis Februar. Doch je nach Park und Aktivitaet gibt es Unterschiede:
Bwindi Impenetrable: Juni-September und Dezember-Februar sind optimal, aber Gorilla-Trekking ist ganzjaehrig moeglich. In der Regenzeit sind die Wege schlammiger, dafuer sind die Permits leichter erhaeltlich.
Queen Elizabeth: Trockenzeiten bieten die besten Tierbeobachtungen, da sich die Tiere an Wasserquellen versammeln. Die Vogelbeobachtung ist in der Regenzeit (Maerz-Mai) am besten, wenn Zugvoegel anwesend sind.
Murchison Falls: Dezember-Februar sind ideal fuer Safari. Die Wasserfaelle sind jedoch in und nach der Regenzeit am maechtigsten.
Kibale Forest: Schimpansen-Trekking ist ganzjaehrig moeglich. In der fruchtreichen Regenzeit bewegen sich die Tiere weniger, was das Aufspueren erleichtert.
Kidepo Valley: Dezember-Maerz ist die beste Zeit, wenn die Tiere sich an den letzten Wasserstellen im Narus-Tal konzentrieren.
Mount Elgon: Dezember-Maerz bietet die trockensten Bedingungen fuer Trekking.
Lake Mburo: Ganzjaehrig gut, Trockenzeiten fuer bessere Tierbeobachtung.
Mgahinga: Wie Bwindi, Trockenzeiten bevorzugt.
Semuliki: Ganzjaehrig feucht, Trockenzeiten sind angenehmer.
Rwenzori Mountains: Juni-August und Dezember-Februar fuer Trekking.
Welche Tiere in welchem Park?
Jeder Nationalpark Ugandas hat seine eigene Tierwelt. Hier eine Uebersicht der wichtigsten Arten und wo man sie am besten sieht:
Berggorilla: Bwindi Impenetrable und Mgahinga Gorilla National Park. Bwindi hat mit 22 habituierten Familien die groesste Auswahl.
Schimpanse: Kibale Forest (beste Chance, 1.500 Tiere), Budongo Forest bei Murchison Falls, Kyambura Gorge in Queen Elizabeth.
Africanischer Elefant: Queen Elizabeth, Murchison Falls, Kidepo Valley und Kibale Forest.
Loewe: Queen Elizabeth (baumkletternde Loewen in Ishasha), Murchison Falls und Kidepo Valley. Kidepo hat die staerkste Population.
Leopard: Queen Elizabeth (Kanal-Sektor), Lake Mburo und Kidepo Valley. Nachtpirschfahrten erhoehen die Chancen erheblich.
Rothschild-Giraffe: Nur in Murchison Falls und Kidepo Valley.
Steppenzebra: Lake Mburo (haeufig) und Kidepo Valley.
Flusspferd: Queen Elizabeth (Kazinga-Kanal), Murchison Falls (Nil) und Lake Mburo.
Bueffel: In fast allen Parks, groesste Herden in Kidepo Valley und Queen Elizabeth.
Schuhschnabel: Murchison Falls (Albert-Delta) und Mabamba Swamp (ausserhalb der Parks).
Kronenkranich: Queen Elizabeth, Murchison Falls und Feuchtgebiete landesweit.
Goldmeerkatze: Ausschliesslich in Mgahinga Gorilla National Park.
Nashorn: Ausschliesslich im Ziwa Rhino Sanctuary (kein Nationalpark, aber an der Route nach Murchison Falls).
Reiseplanung: Wie viele Parks in einer Reise?
Die meisten Uganda-Reisen umfassen zwei bis vier Nationalparks in 10 bis 14 Tagen. Die klassischen Routen kombinieren sinnvoll benachbarte Parks:
Route 1 -- Der Klassiker (10 Tage): Murchison Falls, Kibale Forest, Queen Elizabeth und Bwindi. Diese Route deckt das gesamte Spektrum ab: Grosswildsafari, Schimpansen, Baumoewen und Gorillas.
Route 2 -- Safari und Gorillas (7 Tage): Queen Elizabeth und Bwindi. Ideal fuer Reisende mit begrenzter Zeit, die das Gorilla-Trekking mit einer Safari verbinden moechten.
Route 3 -- Die grosse Runde (14-18 Tage): Murchison Falls, Kibale, Queen Elizabeth, Bwindi, Lake Mburo und eventuell Mount Elgon oder Semuliki. Fuer Reisende, die alles sehen wollen.
Route 4 -- Off the beaten path (10-12 Tage): Kidepo Valley, Murchison Falls und Bwindi. Fuer erfahrene Safari-Reisende, die das wahre, unberuehrte Uganda suchen.
Die Parks im Westen (Queen Elizabeth, Kibale, Bwindi, Rwenzori) liegen relativ nah beieinander und lassen sich gut verbinden. Kidepo im Nordosten erfordert einen Inlandsflug oder lange Fahrten. Fuer die optimale Route empfehlen wir die Beratung durch einen erfahrenen Uganda-Spezialisten.
Unser Partner vor Ort
Misty Gorilla Expeditions
Unser Partner vor Ort organisiert massgeschneiderte Uganda-Reisen mit persoenlicher Betreuung, erfahrenen Guides und lokaler Expertise.
Haeufig gestellte Fragen
Weiterlesen
Bwindi Impenetrable National Park
UNESCO-Welterbe und Heimat der Berggorillas.
Queen Elizabeth National Park
Kazinga-Kanal, Baumloewen und ueber 600 Vogelarten.
Murchison Falls Nationalpark
Ugandas groesster Park: Bootsfahrt, Safari und der Nil im freien Fall.
Kidepo Valley Safari-Guide
Strausse, Geparden und Nashörner im Norden Ugandas.
Lake Mburo: Zebra-Safari
Ugandas kompaktester Park -- 3,5 Stunden von Kampala.
Semuliki Tieflandregenwald
Kongobecken-Voegel und heisse Quellen im Westen.
Ziwa Rhino Sanctuary
Ugandas einzige frei lebende Nashörner -- Walking Safari.
Mt Elgon Trekking
Groesste Vulkankaldera Afrikas und Hoehlene-Elefanten.
Pian Upe Wildlife Reserve
Ugandas groesstes Wildlife Reserve im Nordosten.
Gorilla Trekking Uganda
Der komplette Guide zum Gorilla-Trekking.
Tiere in Uganda
Die 25 faszinierendsten Tiere Ugandas.
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Quellen
- Uganda Wildlife Authority (UWA) -- uwa.or.ug
- UNESCO World Heritage Centre -- Bwindi Impenetrable & Rwenzori Mountains
- IUCN Red List of Threatened Species
- Lonely Planet Uganda (2024)
- Bradt Travel Guide Uganda (10. Auflage)
- Ministry of Tourism, Wildlife and Antiquities, Uganda
Redaktion Reiseziel Uganda
Ein Projekt von Hope on the Road gGmbH -- mit lokaler Expertise aus Uganda und regelmaessiger Recherche vor Ort. Alle Inhalte werden von unserem Redaktionsteam mit Unterstuetzung lokaler Guides und Reiseveranstalter erstellt und geprueft.
Zuletzt aktualisiert: Juni 2026 | Quellen werden am Ende jedes Artikels angegeben