Afrikanische Felspython in Uganda

Afrikanische Felspython in Uganda

Die groesste Schlange Afrikas lebt in Uganda. 29 Pythonfelle wurden 2019 von der UWA beschlagnahmt -- eine Art unter Druck.

3 Min. Lesezeit485 Woerter

Kurzantwort

Die Afrikanische Felspython (Python sebae) ist die groesste Schlange Afrikas und kommt in mehreren ugandischen Nationalparks vor. Im Geschaeftsjahr 2018/19 beschlagnahmte die Uganda Wildlife Authority 29 Pythonfelle in 17 dokumentierten Faellen.

Fakten auf einen Blick

Beschlagnahmte Felle 2018/19
29 Pythonfelle (UWA)
Handelsform
Felle fuer Mode und traditionelle Zeremonien
CITES-Schutz
Appendix II
Laenge
Bis zu 6 Meter moeglich
Bedrohung
Wilderei und Lebensraumverlust
Schutzbehoerde
Uganda Wildlife Authority (UWA)

Die Afrikanische Felspython -- Beschreibung und Vorkommen

Die Afrikanische Felspython (Python sebae) ist die groesste Schlange des afrikanischen Kontinents und eine der groessten Schlangen der Welt. Ausgewachsene Tiere koennen in Uganda Laengen von vier bis fuenf Metern erreichen, in Ausnahmefaellen sogar darueber. Das charakteristische Schuppenmuster in Braun-, Schwarz- und Cremetoenung dient der Tarnung im Savannengras und im Unterholz.

In Uganda kommt die Art in mehreren Habitaten vor: in den Savannen des Murchison Falls National Park, rund um den Queen Elizabeth National Park sowie entlang der Ufer des Albert-Nils und Viktoria-Nils. Auch im Lake Mburo National Park werden Pythons regelmaessig gesichtet. Die Schlangen sind semi-aquatisch und halten sich haeufig in der Naehe von Gewaessern auf, wo sie auf Nager, Antilopen-Kaelber und Wasservoegel lauern.

Pythons sind nicht giftig -- sie toeten ihre Beute durch Umschlingen und Erstickung. Fuer Menschen stellen gesunde, ausgewachsene Felspythons eine Gefahr dar, Angriffe auf Erwachsene sind jedoch extrem selten. Rangers in ugandischen Nationalparks sind im Umgang mit Python-Sichtungen geschult (Quelle: Uganda Wildlife Strategy 2020-2029).

Wilderei und illegaler Handel -- 29 Felle beschlagnahmt

Im ugandischen Geschaeftsjahr 2018/19 beschlagnahmte die Uganda Wildlife Authority insgesamt 29 Pythonfelle. Dieser Fund war Teil einer breiteren Reihe von Beschlagnahmungen, die auch Elfenbein (3.879,4 kg), Nilpferdzaehne (487 kg) und Pangolinschuppen (592,1 kg) umfassten -- ein Zeichen fuer den organisierten Charakter des Wildtierhandels in der Region (Quelle: Uganda Wildlife Strategy 2020-2029).

Pythonfelle werden vor allem fuer die Modeindustrie und fuer traditionelle Musikinstrumente (Trommeln) verwendet. Traditionelle Heiler setzen einzelne Teile der Schlange fuer kulturelle und medizinische Zwecke ein. Die Nachfrage treibt eine lokale Wilderei an, die trotz gesetzlicher Verbote fortbesteht.

Unter dem CITES-Uebereinkommen ist die Afrikanische Felspython in Appendix II gelistet: ein kommerzieller Export ist nur mit offizieller Genehmigung erlaubt. Uganda hat keinen legalen Exportkontingent fuer Pythonfelle. Der Uganda Wildlife Crime Court -- ein spezialisiertes Gericht, das fuer den Kampf gegen Wildtierkriminalitaet eingerichtet wurde -- kann Wilderei und Handel mit geschuetzten Arten strafrechtlich verfolgen und harte Strafen verhaengen (Quelle: Uganda Wildlife Strategy 2020-2029).

Python-Sichtungen in Uganda -- wo und wie

Reisende, die eine Felspython in freier Wildbahn beobachten moechten, haben die groessten Chancen im Murchison Falls National Park entlang des Albert-Nils. Boot-Safaris auf dem Nil-Unterlauf bieten exzellente Sichtmoeglichkeiten: Pythons sonnen sich regelmaessig auf Felsen und am Ufer. Auch der Queen Elizabeth National Park und Lake Mburo sind bekannte Python-Fundorte.

Da Pythons sich nach einer grossen Mahlzeit ueber mehrere Wochen kaum bewegen, sind Tiere, die gerade Beute aufgenommen haben, leichter zu finden. Guides kennen typische Lieblingsplaetze und koennen die Entdeckung deutlich erleichtern. Wer eine Python fotografieren moechte, sollte genuegend Abstand halten -- ausgewachsene Tiere koennen schnell und kraeftig reagieren, wenn sie sich bedroht fuehlen.

Auf keinen Fall sollten Reisende versuchen, eine Python anzufassen oder zu faengen. Abgesehen von der persoenlichen Gefahr ist jede Stoerung gesetzlich strafbar. Uganda Wildlife Authority-Ranger begleiten Fusssafaris und Bootstouren und koennen bei Python-Sichtungen fachkundige Informationen geben (Quelle: Uganda Wildlife Strategy 2020-2029).

Nashorn grast friedlich im Ziwa Rhino Sanctuary Uganda
Elefant erkundet Thatched Lodge im Queen Elizabeth Nationalpark
Giraffe im Murchison Falls Park schaut direkt in die Kamera
Giraffe in freier Wildbahn – Murchison Falls

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Haeufig gestellte Fragen

29 Pythonfelle wurden im ugandischen Geschaeftsjahr 2018/19 von der Uganda Wildlife Authority beschlagnahmt. (Quelle: Uganda Wildlife Strategy 2020-2029)
Die besten Fundorte sind der Murchison Falls National Park (entlang des Albert-Nils), der Queen Elizabeth National Park und der Lake Mburo National Park.
Felspythons sind nicht giftig, koennen aber durch ihre Groesse und Kraft gefaehrlich werden. Angriffe auf Erwachsene sind extrem selten. Rangers sind im Umgang mit Python-Sichtungen geschult.
Nein. Die Afrikanische Felspython steht unter CITES Appendix II. Ein Export ohne Genehmigung ist illegal. Uganda hat keinen legalen Exportkontingent und verfolgt den Handel strafrechtlich. (Quelle: Uganda Wildlife Strategy 2020-2029)
Die UWA beschlagnahmt zusammen mit Pythonfellen auch Elfenbein, Nilpferdzaehne, Pangolinschuppen, Leopardenfelle und Krokodileier -- ein Zeichen fuer organisierten Wildtierhandel. (Quelle: Uganda Wildlife Strategy 2020-2029)

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Redaktion Reiseziel Uganda

Ein Projekt von Hope on the Road gGmbH -- mit lokaler Expertise aus Uganda und regelmaessiger Recherche vor Ort. Alle Inhalte werden von unserem Redaktionsteam mit Unterstuetzung lokaler Guides und Reiseveranstalter erstellt und geprueft.

Zuletzt aktualisiert: Juni 2026 | Quellen werden am Ende jedes Artikels angegeben